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ÖKOLOGIE

Superunkraut durch Gentechnik – Folge: hoher Gifteinsatz


Wien/USA (4.2.10): Wie Global 2000 berichtet, haben Gentech-Baumwolle und Gentech-Soja von Monsanto zur Folge, dass sich 'Superunkraut' breit macht. Dieses kann nur mehr durch massiven Gifteinsatz bekämpft werden. Ein Monsanto-Mitarbeiter soll dies bestätigt haben.
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 prangert die falschen Versprechungen des Gentech-Konzerns Monsanto an. "Der Einsatz von Gentech-Baumwolle und Gentech-Soja von Monsanto führt in den USA bereits zu massiven Ernteschäden und zu einem ökologischen Desaster. Es werden immer mehr und stärkere Pestizide eingesetzt, um die Gentechpflanzen gegen mittlerweile resistent gewordene Unkräuter zu schützen", berichtet Jens Karg, Gentech-Sprecher von GLOBAL 2000. Darunter das Unkraut Amaranthus Palmeri, das gegen das Monsanto-Spritzmittel Roundup (das Flaggschiff in der Produktpalette von Monsanto) resistent ist und sich rapide ausbreitet. Dieses 'Superunkraut' - es produziert mehr als doppelt so viele Samen wie andere Unkräuter - verursacht erhebliche Ernteschäden.
"Noch vor wenigen Jahren konnte Amaranthus Palmeri mit nur einer Spritzung bekämpft werden. Heute müssen die Äcker sechs bis acht Giftduschen ausgesetzt werden. Der Einsatz der Gentechnik schädigt massiv unsere Umwelt, das lässt sich hier ganz klar belegen", so Karg. Im Gegensatz zu den Versprechungen der Gentechindustrie ist seit dem Anbau von Gentech-Pflanzen in den USA der Pestizideinsatz um 145.000 Tonnen gestiegen. Es wird sogar die Uralt-Gifte Paraquat und 2,4 D wieder eingesetzt, ein Stoff, der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet wurde.

Monsanto-Mitarbeiter bestätigt Zusammenhang

Wie GLOBAL 2000 vorliegt, hat ein Mitarbeiter von Monsanto eben diesen Zusammenhang nun erstmals in einem Bericht des Amerikanische Wissenschaftsjournal 'Proceedings of the National Academy of Science' (PNAS) eingestanden. Es wird darin der Mechanismus der Resistenz des Unkrauts Amaranthus Palmeri beschrieben, das gegen das Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent geworden ist. Das Unkraut hat Resistenzgene erworben und kopiert diese, um immer höheren Dosen von Unkrautvernichtungsmittel zu widerstehen. Mindestens sechs bis acht Spritzungen verkraftet das Unkraut laut dieser Studie unbeschadet.

"Obwohl Monsanto in wissenschaftlichen Kreisen zu gibt, dass die Unkräuter auf den Gentech-Äckern außer Kontrolle sind, wird den Farmern weiterhin das Märchen von den mit Gentechnik erzeugten Wunderpflanzen erzählt. Monsanto treibt die US-Farmer fahrlässig in den Ruin", kritisiert Karg. Denn nach wie vor preist der Konzern auf seiner Homepage 'die Vorteile der Verbesserten Unkrautkontrolle' von Gentech-Baumwolle und Gentech-Soja an, die resistent gegen das Unkrautvernichtungsmitel Roundup sind - kein Wort darüber, dass es gravierende Probleme gibt. "Diese Entwicklung in den USA sollte auch für die EU Warnung sein. Für Österreich heißt das ganz klar, unser Gentech-kritischer Kurs muss gehalten werden. Er ist der Garant für den Schutz der guten heimischen Landwirtschaft", so Karg abschließend.

Der Bericht des Amerikanische Wissenschaftsjournal "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) findet sich unter: www.pnas.org/content/early/2009/12/10/0906649107.full.pdf+html

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