Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Umfrage: Energieversorger für Erneuerbare Energien


Berlin (25.8.10): forsa befragte im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut 100 Führungskräfte aus 100 der größten Energieversorgungsunternehmen Deutschlands zu Strategien und Investitionszielen bis 2012: Erneuerbare im Fokus. Forschung & Entwicklung unterentwickelt.
Drei von vier deutschen Versorgern planen bis 2012 Investitionen in erneuerbare Energien. Die konventionelle Energieerzeugung rückt dagegen immer stärker in den Hintergrund. Man kann es noch nicht wirklich glauben und Umfragen sind noch keine wirtschaftlichen Fakten. Aber immerhin, das Umdenken greift mehr und mehr Platz.

Nur noch weniger als jedes dritte Unternehmen will beispielsweise Geld für neue Kohle- oder Gaskraftwerke ausgeben. Erneuerbare Energien verzeichnen dabei eine rasante Entwicklung: Gaben 2005 nur 34 Prozent der Versorger an, in die regenerative Erzeugung investieren zu wollen, stieg diese Zahl bis heute um 40 Prozentpunkte auf 74 Prozent.

Umgekehrt verläuft die Entwicklung bei den konventionellen Energien. Vor allem kleine Versorger setzen immer seltener auf Kohle-, Öl- oder Gasprojekte. Nur noch 28 Prozent planen entsprechende Investitionen und auch nur noch knapp jedes zweite große Unternehmen will hier aktiv werden – trotz neuer umweltfreundlicherer und effizienterer Techniken beispielsweise bei der Stromerzeugung aus Kohle.

Die Investitionsschwerpunkte der Versorger haben sich in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich verschoben. Neben den regenerativen Energien stehen vor allem der Aufbau und die Modernisierung des Mess- und Zählwesens sowie der Netze auf der Agenda.

Hier sind aufgrund gesetzlicher Veränderungen im Messstellen- und Messbetrieb sowie der Fortschritte im Bereich der intelligenten Netze deutlich höhere Ausgaben geplant. Einen großen Stellenwert hat dabei auch die Informationstechnologie.

Erschreckend wenige Versorger investieren dagegen in Forschung und Entwicklung. Gerade einmal jedes vierte große Unternehmen plant Ausgaben in diesem Bereich, bei den kleinen liegt der Anteil mit fünf Prozent noch deutlich darunter. Damit steht insgesamt ein sehr begrenztes Forschungsbudget beispielsweise für Entwicklungen in den Bereichen Energieeffizienz und Smart Metering zur Verfügung.


Hintergrund zur Umfrage

Die befragten Entscheider repräsentieren die wichtigsten Gruppen der deutschen Energieversorgung: die Stadtwerke, die Regionalversorger und die vier großen Energiekonzerne. Befragt wurden vor allem Vorstandsvorsitzende und -mitglieder, Geschäftsführer, Leiter von Finanzen und Controlling, kaufmännische Leiter sowie Vertriebs- und Marketingleiter.

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Ölplattform in der Ostsee Naturschutzgebiet geplant
>CCS Technologie gescheitert
>NGOs und Öl aus Kanada
>Luft in Deutschland: Zu viel Feinstaub in den Städten
>Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft
>Tiefsee durch Fischerei in Gefahr
>WWF-Studie warnt vor Überfischung
>Flächenfraß in der Landwirtschaft: Eine gute, böse Kampagne?
>81 Millionen faire Rosen
>Gentech-Reis "Goldener Reis"
>Deutsches Trinkwasser sei sehr gut
>Einsatz von Antibiotika reduzieren, Grenzwerte festlegen
>E-Mobilität und Klimaschutz braucht mehr erneuerbare Energie
>Antibiotika-Resistenzen und Essen
>Wale als Beifang gehört gestoppt
>Antibiotika und Massentierhaltung
>Biokerosin
>BUND zieht die Umweltbilanz und NABU erstellt Chronik
>Bank Austria/Unicredit ist Österreichs "Atombank" Nummer 1
>Energieverbrauch 2011 sinkt in Deutschland
>Banken als Klimakiller?
>Greenpeace-Aktivisten protestieren auf VW-Konferenz
>1. Afrikanische Ökodorf-Konferenz
>WWF wirft APP Greenwashing vor
>Weihnachtsbaumtest: Pestizide
>Durban gescheitert
>Studie: Gentechnologielobby sei korrupt
>Neu: Bundespreis für EcoDesign
>ÖGUT-Umweltpreis 2011
>Unsinn: EU gibt Milliarden aus, damit Meer tot gefischt wird
>Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?
>Ökosiegel für Autos: Da ist was schief gegangen
>WWF-Bericht: Wald und Klima
>Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose
>Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger
>Unilever: Kritik hält an
>Tourismus und Klimagerechtigkeit
>Feinstaubkrise durch Strassenbau
>Ökostrom kein Preistreiber für Industrie, aber für Bürger
>Grüne Rechenzentren
>Siegel MSC verbessert Lage in den Meeren
>Kein Sondermüll als Nahrung: Fleisch
>30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger
>PIK: Hitzewellen und Wetterkapriolen
>Grüne Elektronik - neuer Ratgeber
>Stop Ölbohrungen im Wattmeer
>Höchster Zuwachs Co2-Emission
>G20 - Klima- und Verbraucherschutz rutschen in das Abseits
>Weniger Energieverbrauch 2011 weil milder Winter
>Nach DUH-Klage: Hornbach ohne Quecksilberlampen
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"