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ÖKOLOGIE

Wärmste Dekade in Deutschland


Offenbach (21.12.09): Auch wenn die aktuellen Temperaturen es nicht vermuten lassen. Diese Dekade war die wärmste seit 130 Jahren stellt der Deutsche Wetterdienst fest.
Das Jahrzehnt 2000 bis 2009 war in Deutschland die wärmste Dekade seit mindestens 130 Jahren. Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in diesem Zeitraum bei 9,4 Grad Celsius (°C). Das ergaben Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In das vergangene Jahrzehnt fallen auch die Jahre 2000 und 2007 mit jeweils 9,9°C - die beiden wärmsten Jahre seit Beginn der flächendeckenden Messungen in Deutschland.

Ein Blick ins Nationale Klimaarchiv des DWD zeigt zugleich: Selbst 2004, das kühlste Jahr des vergangenen Dezenniums, lag mit einer Durchschnittstemperatur von 9,0°C deutlich über dem langjährigen klimatologischen Mittel für Deutschland von 8,2 °C.

Das vergangene Jahrzehnt brachte laut DWD auch neue Rekorde bei allen Jahreszeiten. So überbot der Hitzesommer 2003 mit einer Durchschnittstemperatur von 19,7°C den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 1947 um 1,2 Grad. Dieser Jahrhundertsommer sorgte zugleich für neue absolute Rekordtemperaturen in Deutschland: 40,2 °C am 9. August in Freiburg sowie am 13. August in Freiburg und Karlsruhe.

Der bisher wärmste Herbst seit Beginn der Messungen fällt mit 12,0°C in das Jahr 2006. Für den Winter 2006/2007 ermittelte der nationale Wetterdienst eine Durchschnittstemperatur von 4,4°C – kein Winter war je so warm. Beim Frühling gab es in den vergangenen zehn Jahren sogar zwei neue Spitzenreiter: zunächst der Frühling 2000 mit 10,0°C. Doch noch im selben Jahrzehnt brachte der Frühling 2007 mit 10,6°C den nächsten Rekord.

Auch beim Niederschlag hat sich laut DWD das Jahrzehnt 2000-2009 mit jahresdurchschnittlichen 827 Litern pro Quadratmeter (L/m2) an die Spitze gesetzt. Das große Elbehochwasser im Jahr 2002 macht sich hier allerdings kaum bemerkbar, da dieses Ereignis zu einem großen Teil durch sehr starke Niederschläge in Tschechien ausgelöst wurde.

In Deutschland wiesen 2002 nur Sachsen und einige angrenzende Gebiete extreme Niederschläge auf. Das sorgte im August 2002 im Gebietsmittel von Sachsen mit 205 L/m2 für einem neuen Rekord bei den monatlichen Niederschlägen. Zugleich wurde am 12. August 2002 an der DWD-Station Zinnwald-Georgenfeld im östlichen Erzgebirge mit 312 L/m2 in 24 Stunden ein deutschlandweiter Rekord für Tagesniederschläge aufgestellt.

Seit dem Jahr 2000 gab es auch einige markante Sturmereignisse. Vor allem das Orkantief Kyrill am 18. und 19. Januar 2007 kostete Menschenleben und verursachte große Schäden. Insgesamt ist laut DWD im vergangenen Jahrzehnt aber keine Zunahme der großräumigen Stürme festzustellen.


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(Quelle: DWD)

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