Anzeige
Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

TUI: Delfine in Betonbecken - Delfinschützer empört


Hagen (16.2.09): Walschützer der internationalen Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) empören sich über Reiseveranstalter TUI, der Hotels mit Minibecken für Wale, Delfine und Robben im Programm hat. Das Jahr des Delfins 2008 scheint vergessen.
Das Hotel hat 5 Sterne, zahlreiche Wellnessangebote, Schwimmbecken, Fitnessmöglichkeiten auf einem großzügigem Areal. Gegen Extrakosten kann das "Delphinarium" besucht werden. Das WDSF kritisiert, dass der Reiseveranstalter TUI neben 74 weiteren Reiseveranstaltern das Hotel „Rixos Hotel Premium“ im türkischen Belek in seinem aktuellen Türkei-Sommerkatalog 2009 anbietet und das „Delphinarium mit weißen Walen, Seerobben und Delphinen“ unter der Rubrik Unterhaltung anpreist.

Wie die englische Zeitung „The Guardian“ berichtet, werden die Tiere in einem kleinen Betonbecken gehalten. Die Meeressäuger würden mit einem Kopf-Schweißband zu Sit-ups und Karaoke genötigt. Guardian-Journalist Gemma Bowes befragte Hoteldirektor Volcan wegen dieser „erniedrigenden Behandlung der Meeressäuger“. Volcans Antwort: „Das sind doch nur Tiere“.

Und dies obwohl sich TUI in den beiden Vorjahren der Aktion „Jahr des Delfins“ der Vereinten Nationen (UNEP und UNESCO) angeschlossen hat und auf der eigenen Internetseite www.yod2008.org seinen Beitrag zum Schutz der Wale und Delfine zusagte.

TUI warb bereits in den Vorjahren für Hotels und Vergnügungsparks mit gefangenen Delfinen. Im Florida Freizeitpark „Discovery Cove“ konnten TUI-Gäste Delfintrainer spielen und in der Dominikanischen Republik mit eingesperrten Delfinen schwimmen empört sich WDSF.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit dem Ex-TV-Trainer von Flipper, Richard O’Barry, kritisiert in Zusammenhang mit dem türkischen Hotelangebot der TUI einen Delfin-Kaufvertrag für zwölf Delfinwildfänge zwischen Taiji/Japan und der Vergnügungspark-Organisation „Gunzo-Park“ in Antalya für insgesamt 280.000 US-Dollar. WDSF-Gründer Jürgen Ortmüller: „Das alljährliche Töten von bis zu 23.000 Delfinen in japanischen Küstengewässern dient auch dazu, die Delfinindustrie und die Hotels mit den stärksten und potentesten Delfin-Exemplaren für Stück-Preise von bis zu 150.000 US-Dollar zu beliefern. Es ist unverständlich, dass TUI mit seinen Delfin-Unterhaltungsangeboten Geld verdient und sich gleichzeitig scheinheilig für den Delfinschutz einsetzt. TUI-Chef Michael Frenzen ist gegen diese Kritik offenbar immun.“

Auf diversen Internetforen finden sich Bilder der Anlage "Troy Aqua Park", die die Vorwürfe des Mini-Beckens belegen.

Unabhängige Medien brauchen unabhängige LeserInnen. Jetzt Glocalist Medien abonnieren >> www.glocalist.com/abonnement/


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft
>Tiefsee durch Fischerei in Gefahr
>WWF-Studie warnt vor Überfischung
>Flächenfraß in der Landwirtschaft: Eine gute, böse Kampagne?
>81 Millionen faire Rosen
>Gentech-Reis "Goldener Reis"
>Deutsches Trinkwasser sei sehr gut
>Einsatz von Antibiotika reduzieren, Grenzwerte festlegen
>E-Mobilität und Klimaschutz braucht mehr erneuerbare Energie
>Antibiotika-Resistenzen und Essen
>Wale als Beifang gehört gestoppt
>Antibiotika und Massentierhaltung
>Biokerosin
>BUND zieht die Umweltbilanz und NABU erstellt Chronik
>Bank Austria/Unicredit ist Österreichs "Atombank" Nummer 1
>Energieverbrauch 2011 sinkt in Deutschland
>Banken als Klimakiller?
>Greenpeace-Aktivisten protestieren auf VW-Konferenz
>1. Afrikanische Ökodorf-Konferenz
>WWF wirft APP Greenwashing vor
>Weihnachtsbaumtest: Pestizide
>Durban gescheitert
>Studie: Gentechnologielobby sei korrupt
>Neu: Bundespreis für EcoDesign
>ÖGUT-Umweltpreis 2011
>Unsinn: EU gibt Milliarden aus, damit Meer tot gefischt wird
>Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?
>Ökosiegel für Autos: Da ist was schief gegangen
>WWF-Bericht: Wald und Klima
>Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose
>Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger
>Unilever: Kritik hält an
>Tourismus und Klimagerechtigkeit
>Feinstaubkrise durch Strassenbau
>Ökostrom kein Preistreiber für Industrie, aber für Bürger
>Grüne Rechenzentren
>Siegel MSC verbessert Lage in den Meeren
>Kein Sondermüll als Nahrung: Fleisch
>30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger
>PIK: Hitzewellen und Wetterkapriolen
>Grüne Elektronik - neuer Ratgeber
>Stop Ölbohrungen im Wattmeer
>Höchster Zuwachs Co2-Emission
>G20 - Klima- und Verbraucherschutz rutschen in das Abseits
>Weniger Energieverbrauch 2011 weil milder Winter
>Nach DUH-Klage: Hornbach ohne Quecksilberlampen
>Klimaschutz: Kirchen gehen mit schlechtem Beispiel voran
>Unanständig: EDF spioniert Greenpeace aus
>Pflanzenschutzgesetz: Kritik der Umweltverbände
>Pellets bis zu 40% günstiger als Heizöl und weniger Co2
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"