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ÖKOLOGIE

Wirtschaftskrise bremst weltweite CO2 Emissionen


Münster (16.8.10): Die globalen CO2-Emissionen sind im vergangenen Jahr erstmals in diesem Jahrzehnt leicht zurückgegangen. China ist aktuell der größte CO2 Emittent.
Im Jahr 2009 wurden weltweit 31,1 Milliarden (Mrd.) t Kohlendioxid emittiert (2008: 31,5 Mrd.), das sind 400 Millionen (Mio.) t bzw. 1,3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Die globalen Investitionen in regenerative Energieanlagen (Strom, Wärme, Treibstoffe) erhöhten sich auf 125 Mrd. Euro (2008: 120 Mrd. Euro).

"Angesichts der Wirtschaftskrise fällt der globale CO2-Rückgang deutlich geringer aus als erwartet", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster. Rückgänge beim CO2-Ausstoß in Europa, den USA, Russland und Japan werden durch deutliche Zuwächse in den asiatischen Ländern und den Staaten im Nahen Osten nahezu kompensiert. "Der energiebedingte CO2-Ausstoß in China ist 2009 auf Grund des Wirtschaftswachstums mittlerweile so hoch wie der in den USA und Russland zusammen genommen", so Allnoch. China führt das CO2-Ranking mit 7,43 Mrd. t (2008: 6,8 Mrd.) deutlich vor den USA mit 5,95 Mrd. t (2008: 6,4 Mrd.) an. Auf Platz drei folgt Russland mit 1,53 Mrd. t (2008: 1,7 Mrd.) knapp vor Indien mit 1,53 Mrd. t (2008: 1,4 Mrd.) sowie Japan mit 1,23 Mrd. t (2008: 1,4 Mrd.).

Der Anstieg des CO2-Ausstoßes korrespondiert auch mit der aktuellen Faktenlage bzgl. BIP (Bruttoinlandsprodukt): China dürfte heuer zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wachsen und damit Japan überholen, wo gerade eine Deflation herrscht. Und auch bei der Re-finanzierung von US-Schulden zeigt China Muskeln und schickt sich an, die bisher geübte Symbiose zwischen den USA und China aufzubrechen.

Der globale Wind- und Solarmarkt konnte 2009 wieder neue Rekordwerte beim Zubau verzeichnen. Der moderate Anstieg der gesamten regenerativen Investitionen auf rd. 125 Mrd. Euro (2008: 120 Mrd. Euro) ist hauptsächlich auf die gesunkenen Anlagenpreise zurückzuführen. Allnoch: "Um den steigenden fossilen Energiever-brauch zu bremsen und die globalen CO2-Emissionen zu stabilisieren, ist unverändert eine Steigerung der weltweiten direkten Investitionen in regenerative Energieanlagen auf jährlich mindestens 500 Milliarden Euro notwendig".

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