Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
POLITIK

Amnesty International fordert Aufklärung "Free Gaza"


Berlin (7.6.10): Amnesty International ruft dazu auf, umgehend eine glaubhafte und unabhängige Untersuchung in die Wege zu leiten, um die Tötung von mindestens 10 Aktivisten von "Free Gaza" durch bewaffnete israelische Streitkräfte aufzuklären.
Die Aktivisten befanden sich an Bord von Schiffen, mit welchen "Free Gaza" gegen die israelische Blockade des Gaza-Streifens protestiert.

"Es scheint klar zu sein, dass die israelischen Streitkräfte unverhältnismäßige Gewalt angewendet haben", sagte Malcolm Smart, Leiter des Nahost- und Nordafrikaprogramms bei Amnesty International. "Israel behauptet, dass seine Truppen in Notwehr gehandelt hätten und von den Protestierenden angriffen worden seien. Diese Anschuldigungen weisen jedoch nicht glaubwürdig nach, dass das Ausmaß an tödlicher Gewalt, das die israelischen Truppen zum Einsatz brachten, tatsächlich gerechtfertigt war. Es scheint vielmehr so zu sein, dass diese Maßnahmen in keinem Verhältnis zu den gegen die Truppen gerichteten Bedrohungen standen."

Amnesty International fordert die israelischen Behörden dazu auf, als einen ersten Schritt unverzüglich die Einsatzregeln zu veröffentlichen, auf deren Grundlage der tödliche Angriff der Soldaten durchgeführt wurde.

"Die Aktivisten auf den Schiffen hatten klargestellt, dass ihr vorrangiges Anliegen darin lag, gegen die anhaltende israelische Blockade zu protestieren, die eine Form der Kollektivstrafe für die gesamte Bevölkerung des Gaza-Streifens und damit einen Bruch des internationalen Rechts darstellt", so Malcolm Smart.

Seit fast drei Jahren setzt Israel als Besatzungsmacht des Gazastreifens eine Politik um, die den gesamten Güter- und Personenverkehr mit dem Gebiet unterbindet - mit Ausnahme der grundlegendsten humanitären Güter, die von internationalen Hilfsorganisationen ins Land gebracht werden. Nur ein Bruchteil der Patienten, die eine medizinische Behandlung außerhalb des Gazastreifens benötigen, dürfen das Gebiet verlassen, und Dutzende sind bereits gestorben, weil sie vergeblich auf eine israelische Reiseerlaubnis gewartet haben.

"Indem man die Einfuhr von Nahrungsmitteln, medizinischen Bedarfsgütern, Material und Geräten für den Bildungssektor und Baumaterialien beschränkt, zielt die Blockade nicht auf bewaffnete Gruppen ab, sondern bestraft vielmehr die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens", sagte Malcolm Smart. "Es überrascht nicht, dass die Auswirkungen dieser Einschränkungen die schwächsten Mitglieder der 1,5 Millionen Menschen zählenden Gesellschaft im Gaza-Streifen am härtesten treffen: die Kinder, die Alten und die Kranken."

"Die Blockade stellt eine nach humanitärem Völkerrecht verbotene Kollektivstrafe dar und muss sofort aufgehoben werden."
Nach internationalem Recht hat Israel die Verpflichtung, das Wohlergehen der Bewohner des Gazastreifens sicherzustellen. Dazu zählen auch deren Rechte auf Gesundheit, Bildung, Nahrung und eine angemessene Unterkunft.


(Quelle: AI)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Kritik an Niebels Bildungsstragie
>EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen
>Städte und Kommunen: Bündnis für Biodiversität
>Forderung: 1 Milliarde für Nachhaltigkeitsforschung
>"Wir sind die neuen Juden"
>Schröder im Glück:2 Millionen weniger für Zivilgesellschaft
>Es braucht ein Siegel für Ökostrom
>Gefahr für EEG und Energiewende
>Österreich will den Ball der Rechtsextremen durchtragen
>Bundesregierung: 400 Millionen für Gentechnik in Nahrung
>Umweltverbände: Forstwirtschaft zerstört Waldnaturerbe
>WKR-Ball, Hofburg, Rechtsextreme und UNESCO
>Rösler will Erneuerbare Energie kippen
>Kritik an Wirtschaftsminister
>Erste Absage für Bundespräsident
>Großdemo gegen Agrarindustrie
>Eine Superkoalition will Diäten für Politik erhöhen
>Roten Faden gefunden: Förderung Partikelfilter für PKW/LKW
>Zu wenige Investitionen in erneuerbare Wärme
>EU-Energy Roadmap 2050
>Staatsschutz ermittelt gegen amnesty?!
>WKR-Ball, Hofburg und Rechtsextremismus
>Pestizidgesetz ist Murks
>Hamburg: 13.000 für ein Transparenzgesetz.
>Strategie gegen Rassismus von Politik gefordert
>Dreht sich das Klima in Durban?
>Klimaschutz gut und schön, aber transparent bitte
>Globale WWF-Kampagne zur Rettung Regenwald
>Durban wird zum klimapolitischen Fiasko
>Ball der Rechtsextremen findet in der Wr. Hofburg statt
>Rechtsextremismus: Wir nehmen das nun in die Hand
>Will Regierung Energiewende stoppen?
>Pharmabranche patentiert Sex und Fortpflanzung?
>Imker kündigen Zusammenarbeit mit Bundesregierung auf
>Expertengremien der Bundesregierung: UN-Klimaprozess stärken
>Wir sind beschämt, wir trauern
>AI-Bericht zu Ägypten: Menschenrechtslage schlimmer
>Heiner Geißler für gemeinnützige Ratingagentur
>Rösler gegen Energiewende?
>Kinderrechte einklagbar
>Tanz der Rechtsextremen in der Hofburg am Holocaust-Tag
>Spitzensteuersatz: Da geht was
>AK fordert Entmachtung der Ratingagenturen
>Banken in die Schranken
>UN-Dekade der biologischen Vielfalt: Auch verloren?
>Fall der 5%-Hürde
>Investstau bei Gebäudesanierung: Politik gefordert
>Vattenfall Klage
>Volksabstimmung Griechenland
>NGOs gegen den Überwachungsstaat Österreich
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"