Im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Armutsrisiko aufweisen, tritt bei Personen mit Behinderung hohe manifeste Armut und hohe soziale Ausgrenzung gleichzeitig auf. Wer mit einer Behinderung wenig finanzielle Möglichkeiten hat, hat auch weniger gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten und ist von stärkerer sozialer Ausgrenzung bedroht.
Und umgekehrt. Wer durch eine Behinderung in zentralen gesellschaftlichen Bereichen geringeren Zugangsmöglichkeiten ausgeliefert ist, hat auch geringere ökonomische Mittel zur Verfügung, so Diakonie-Sozialexperte Schenk zusammenfassend.
"Steigende Armut ist kein Naturgesetz", weist die Armutskonferenz au die zahlreichen Möglichkeiten Armut zu verhindern hin. "Wie die Kosten der Finanzkrise verteilt werden, entscheidet über mehr oder weniger Armut in den nächsten Jahren. Wir können gegensteuern, wir können einiges gegen die Armutsgefährdung von Menschen mit Behinderungen tun.", richtet Martin Schenk einen Appell an den Finanz- und Sozialminister.
Mindestsicherung
Für die angepeilte Mindestsicherung- bzw. Sozialhilfereform müssen die Verbesserungsvorschläge aus der Begutachtung eingearbeitet werden, besonders was das Wohnen, die Hilfe in besonderen Lebenslagen und den Vollzug der Länder betrifft. Es kann keine Mindestsicherung geben, die diesen Namen verdient, ohne dass die steigenden Wohnkosten für die
Betroffenen abgefangen werden, ohne die Sicherung österreichweiter
Standards bei existentiellen Nöten in besonderen Lebenslagen, ohne eine
Reform des Vollzug der Sozialhilfe in den Ländern und ohne Reform der
aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Downlaod: Vorurteile, Irrtümer, Mythen zur Mindestsicherung >>
www.armutskonferenz.at/Vorurteile,%20Irrt%FCmer.pdf
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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