Die internationale Nichtregierungsorganisation "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) hat im Oktober 2003 die Kampagne "2020 Vision" - atomwaffenfrei bis 2020 - gestartet. Mayors for Peace ruft ihre 3562 Mitgliedsstädte in 134 Ländern auf, die Kampagne zu unterstützen, um sich so in die Verhandlungen über Atomwaffen einzumischen. Sie werden dabei von Friedensgruppen auf der ganzen Welt sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene unterstützt.
Mit dem Beitritt von Ulm und Neu-Ulm unterstützen die Bürgermeister die friedenspolitischen Ziele dieser weltweiten Bürgermeisterbewegung und setzen damit im Hinblick auf die Überprüfungskonferenz des Atomwaffenteststoppvertrags im Mai dieses Jahres ein wichtiges Zeichen.
"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ivo Gönner und Gerold Norenberg nun zwei neue Bürgermeister für den Frieden haben“, erklärt Reinhold Thiel von der Initiative "Bürgermeister für den Frieden"und macht deutlich: „Mit ihrem Beitritt erklären sie auch, dass sich dafür einsetzen werden, bis zum Jahr 2020 eine atomwaffenfreie Welt zu erreichen. Gerade an einem ehemaligen Atomwaffen-Standort wie Ulm/Neu-Ulm ist das ein wichtiger symbolischer Akt.“
Neu-Ulm war von 1951 bis 1991 Stützpunkt der US-amerikanischen Streitkräfte, ab 1980 waren dort auch Pershing II Raketen mit atomaren Sprengköpfen stationiert. In den 1980er Jahren hatte sich massiver Protest der Friedensbewegung gegen diese „Nachrüstung“ formiert, der mit dem „Krefelder Appell“ und 1983 mit einer Menschenkette von der amerikanischen Kommandozentrale EUCOM bei Stuttgart bis zum Pershing-2-Standort Neu-Ulm einen Höhepunkt fand.
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Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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