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POLITIK

Bund der Steuerzahler: Sparpaket ist Etikettenschwindel


Berlin (15.6.10): Der Bund der Steuerzahler zeigt sich empört über das Sparpaket und befürchtet bald neue Steuererhöhungen.
Nach den bisher bekannt gewordenen Details sei das Sparpaket der Bundesregierung nach Ansicht des Bund der Steuerzahler ein Etikettenschwindel. "Statt mutig zu sparen, plant Schwarz-Gelb, auch mit neuen Abgaben die Haushaltslöcher zu stopfen. Eine Konsolidierung über die Einnahmeseite ist jedoch zum Scheitern verurteilt", kommentiert der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, die Ergebnisse der Sparklausur.

So will die Bundesregierung im kommenden Jahr 5,3 Mrd. Euro über neue Abgaben und Steuererhöhungen einnehmen. Lediglich 5,9 Mrd. Euo sollen über echte Ausgabensenkungen eingespart werden.

Zwar sind diese Einsparungsvorschläge grundsätzlich zu begrüßen, meint der Bund der Steuerzahler. In vielen Fällen handelt es sich um Bereiche, in denen der Bund der Steuerzahler (BdSt) seit langem Kürzungen gefordert hat. Allerdings geht die Kürzung z. B. beim Elterngeld nicht weit genug. Der BdSt fordert weiterhin die Rückkehr zum Erziehungsgeld. Das würde jährlich 2 Mrd. Euro statt der von Schwarz-Gelb vorgesehenen Kürzung von 0,6 Mrd. Euo sparen.

Auch die geplanten Einsparungen bei der Bundesagentur für Arbeit und bei den Verwaltungsausgaben des Bundes sind ein positives Signal. In ihrer Pauschalität bergen sie allerdings die Gefahr, zu Luftschlössern zu verkommen, da nicht sicher ist, ob sie überhaupt umgesetzt werden können.

Gänzlich unambitioniert geht Schwarz-Gelb mit den Subventionen um. Die Ökosteuer wird ausgeweitet, aber keine einzige Finanzhilfe angetastet.
Däke fordert die Bundesregierung daher auf, gleich die nächste Sparklausur einzuberufen, um endlich die Ausgaben des Bundes spürbar zu begrenzen. Die Einsparliste des BdSt für den Bundeshaushalt umfasst 27 Mrd. Euo pro Jahr.

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