Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
POLITIK

Förderprogramm „Thüringen-GreenTech“: 280 Millionen


Erfurt (19.8.10): Mit der Förderinitiative „Thüringen-GreenTech“ will der Freistaat vom weltweit wachsenden Markt der Umwelttechnologien profitieren. Fördersumme 280 Millionen Euro.
"Damit stellen wir die Weichen für eine neue, ökologische Industriepolitik in Thüringen“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute bei der Vorstellung des Förderpakets. „Thüringen-GreenTech“ umfasst insgesamt acht Bausteine, mit denen die Chancen der Thüringer Unternehmen im Bereich der grünen Technologien deutlich erhöht werden sollen.

Insgesamt umfasst „Thüringen-GreenTech“ Förderprogramme mit einem Volumen von knapp 280 Millionen Euro, bei denen ein starker Schwerpunkt nunmehr im Bereich der Umwelttechnologien liegt.

Das Programm „Thüringen-GreenTech“ enthält einerseits neue Förderinstrumente, andererseits setzt es bei vorhandenen Förderinstrumenten neue Förderschwerpunkte und verbesserte Förderkonditionen im Bereich GreenTech.

Damit werden z.B. Investitionen in erneuerbare Energien, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, Beratungsleistungen, transnationale Forschungskooperationen, FuE-Verbundprojekte und Forschungspersonal im Bereich der grünen Technologien sowie Unternehmensinvestitionen durch Zuschüsse aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln gefördert.

Zu den neuen Förderinstrumenten zählen das 1.000-Dächer-Programm Photovoltaik, das bereits zum 1. Juli gestartet ist, der EFRE-Wettbewerb für Transnationale GreenTech-Projekte, das geplante Energieeffizienzprogramm sowie die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA). Insgesamt stehen für diesen Teil von „Thüringen-GreenTech“ im Jahr 2010 rund 7,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Verbesserte Konditionen gibt es bei den vorhandenen Instrumenten: In der Technologie- und Verbundförderung wurden die Fördersätze für die industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung im Bereich GreenTech erhöht, auch das dafür benötigte Forschungspersonal kann höher gefördert werden.

Beim Personaltransfer zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist bei GreenTech-Projekten künftig ein Zuschlag möglich. Auch in der Investitionsförderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) wurde ein Kriterium „GreenTech“ eingeführt, mit dem Unternehmen einen Zuschlag von vier Prozent erzielen können.

In Thüringen können derzeit rund 450 Unternehmen ganz oder teilweise dem Bereich der Umwelttechnologien zugeordnet werden (lt. Unternehmens- und Technologiedatenbank der LEG). Sie erwirtschaften einen Umsatz von zwei Milliarden Euro pro Jahr und beschäftigen mehr als 15.000 Mitarbeiter. Schwerpunkte der Thüringer GreenTech-Branche sind umweltfreundliche Energien und Energiespeicherung, Material- und Rohstoffeffizienz, die Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Mobilität. Als wichtige Säule der Thüringer Wirtschaft haben sich die Solarunternehmen mit rund 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro etabliert.

Wirtschaftsminister Machnig zog zugleich eine erste Bilanz des gerade angelaufenen 1.000-Dächer-Programms Photovoltaik. Bereits jetzt liegen 54 Anträge mit einem geplanten Investitionsvolumen von 5,2 Millionen Euro und einem möglichen Zuschussvolumen von 1,2 Millionen Euro vor. Insgesamt stehen in diesem Jahr zwei Millionen Euro, in den Folgejahren bis 2013 jeweils 1,5 Millionen Euro zur Verfügung – insgesamt also 6,5 Millionen Euro. Diese Mittel können für Solaranlagen insbesondere auf kommunalen Dächern, für Bürgersolarparks oder Solaranlagen von gemeinnützigen Organisationen usw. in Anspruch genommen werden.


Das Förderprogramm „Thüringen-GreenTech“ > www.thueringer-wirtschaftsministerium.de

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Kritik an Niebels Bildungsstragie
>EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen
>Städte und Kommunen: Bündnis für Biodiversität
>Forderung: 1 Milliarde für Nachhaltigkeitsforschung
>"Wir sind die neuen Juden"
>Schröder im Glück:2 Millionen weniger für Zivilgesellschaft
>Es braucht ein Siegel für Ökostrom
>Gefahr für EEG und Energiewende
>Österreich will den Ball der Rechtsextremen durchtragen
>Bundesregierung: 400 Millionen für Gentechnik in Nahrung
>Umweltverbände: Forstwirtschaft zerstört Waldnaturerbe
>WKR-Ball, Hofburg, Rechtsextreme und UNESCO
>Rösler will Erneuerbare Energie kippen
>Kritik an Wirtschaftsminister
>Erste Absage für Bundespräsident
>Großdemo gegen Agrarindustrie
>Eine Superkoalition will Diäten für Politik erhöhen
>Roten Faden gefunden: Förderung Partikelfilter für PKW/LKW
>Zu wenige Investitionen in erneuerbare Wärme
>EU-Energy Roadmap 2050
>Staatsschutz ermittelt gegen amnesty?!
>WKR-Ball, Hofburg und Rechtsextremismus
>Pestizidgesetz ist Murks
>Hamburg: 13.000 für ein Transparenzgesetz.
>Strategie gegen Rassismus von Politik gefordert
>Dreht sich das Klima in Durban?
>Klimaschutz gut und schön, aber transparent bitte
>Globale WWF-Kampagne zur Rettung Regenwald
>Durban wird zum klimapolitischen Fiasko
>Ball der Rechtsextremen findet in der Wr. Hofburg statt
>Rechtsextremismus: Wir nehmen das nun in die Hand
>Will Regierung Energiewende stoppen?
>Pharmabranche patentiert Sex und Fortpflanzung?
>Imker kündigen Zusammenarbeit mit Bundesregierung auf
>Expertengremien der Bundesregierung: UN-Klimaprozess stärken
>Wir sind beschämt, wir trauern
>AI-Bericht zu Ägypten: Menschenrechtslage schlimmer
>Heiner Geißler für gemeinnützige Ratingagentur
>Rösler gegen Energiewende?
>Kinderrechte einklagbar
>Tanz der Rechtsextremen in der Hofburg am Holocaust-Tag
>Spitzensteuersatz: Da geht was
>AK fordert Entmachtung der Ratingagenturen
>Banken in die Schranken
>UN-Dekade der biologischen Vielfalt: Auch verloren?
>Fall der 5%-Hürde
>Investstau bei Gebäudesanierung: Politik gefordert
>Vattenfall Klage
>Volksabstimmung Griechenland
>NGOs gegen den Überwachungsstaat Österreich
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"