Die UN-Klimagespräche in Bonn gehen heute mit wenig Fortschritt zu Ende, erklärt der WWF. "Die Verhandlungen wurden diesmal Großteils hinter verschlossenen Türen geführt, diese Taktik hat den Prozess aber nicht vorangebracht", erklärt Barbara Lueg, Referentin für internationale Klimapolitik beim WWF Deutschland.
Die Diskussion über die Vermeidung von Entwaldung in Entwicklungsländern habe beispielsweise sogar Rückschritte gemacht und wurde polarisierter geführt als zuvor.
Und Germanwatch führt aus: Zum Ende der UN-Vorbereitungskonferenz für den nächsten Klimagipfel in Cancún wird sichtbar, dass das Tempo der Klimaverhandlungen nicht mit dem der Zunahme von Wetterextremen mithält. "Die Häufung von Wetterextremen mit Überschwemmungen in Pakistan, extremer Hitze und Waldbränden in Russland sowie großen Dürren und Überschwemmungen in China zeigt, wie dringlich entschiedenes Handeln ist. Doch von dieser Dringlichkeit ist bei den Klimaverhandlungen wenig zu spüren", so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
"In den Bereichen Anpassung, Regenwaldschutz, Technologie und für einen Klimafonds. Zugleich sollen die Verhandler ein Mandat erhalten, um ein Jahr später in Südafrika ein rechtlich verbindliches Abkommen mit Klima- und Finanzzielen für Industrieländer und verbindlichen Aktionsplänen für Schwellenländer zu erreichen.", sagt Bals weiter.
Vor der nächsten Klimakonferenz in Cancun im Dezember kommen die Delegierten nur noch einmal im Oktober in China in Tianjin für eine Woche zusammen. Die Zeit sei zu knapp bemessen, um Diskussionen wieder von vorne aufzurollen. So habe man sich in Kopenhagen beispielsweise in Bezug auf Mechanismen zur Vermeidung von Entwaldung (REDD) bereits weitgehend geeinigt, in Bonn wurde jedoch wieder über einzelne Wörter und Definitionen diskutiert.
Die Regierungen müssten von dem bisherigen „Alles oder Nichts“-Ansatz bei den Klimaverhandlungen weg kommen und stattdessen in einzelnen wichtigen Kernthemen, wie Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, Schutz vor Abholzung in Entwicklungsländern, Technologietransfer und Finanzierungshilfen für Entwicklungsländer, vorwärts kommen, fordert der WWF abschließend.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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