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POLITIK

Studie: Regierungen unterschätzen Klimawandel


Bensheim (7.12.09): Eine neue IFOK-Studie anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen sagt aus: Anpassung an den Klimawandel – Regierungen unterschätzen die aktuellen Herausforderungen.
Anpassung an den Klimawandel ist bis heute ein blinder Fleck in der öffentlichen Debatte. Lange Zeit galt das Thema als politisch inkorrekt – geht damit doch die Unterstellung einher, sich mit der Situation abzufinden und nicht willens zu sein, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, so die IFOK zur Ausgangslage: Klimaschutz und Klimaanpassung scheinen einander diametral gegenüber zu stehen. Dabei sei längst klar, dass der Klimawandel gewaltige Veränderungen mit sich bringt, unabhängig davon, wie viel
beim Klimaschutz noch erreicht werden kann.

Doch die Regierungen der Erde sind viel zu wenig auf die Veränderungen durch den Klimawandel vorbereitet. Weltweit befinden sich die meisten Staaten im Stadium unverbindlicher Programme und in der Entwicklung von Pilotprojekten, verbindliche Anpassungsstrategien existieren kaum. Das zeigt die Studie „Schwimmende Häuser und Moskitonetze: Weltweite Strategien zur Anpassung an den Klimawandel“ der IFOK, das erstmals die Anpassungsstrategien an den Klimawandel von 16 verschiedenen Ländern weltweit untersucht hat – darunter Entwicklungs- und Schwellenländer wie Bangladesch, Indien und Brasilien, aber auch Industriestaaten wie Deutschland, Australien, Großbritannien und Finnland.

„Klar ist, es muss dringend etwas passieren. Schutzprogramme müssen verbindlich umgesetzt, Pilotprojekte systematisch ausgewertet und erfolgreiche Ansätze international kommuniziert werden. Vor allem aber: Politik und Wirtschaft müssen diesem vernachlässigten Thema nun höchste Aufmerksamkeit widmen“, sagt der Autor der Studie, Dr. Hans-Peter Meister. „In Zukunft müssen Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen gedacht werden. Es muss sich ein neues politisches Paradigma durchsetzen: Wir müssen vermeiden, was sich nicht bewältigen lässt und bewältigen, was sich nicht vermeiden lässt.“

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