Anzeige
Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
POLITIK

Wahlen NRW - Bürger fragen via Web


Düsseldorf (25.2.10): Die Webplattform abgeordnetenwatch bietet ab sofort die Möglichkeit an, dass Bürgerinnen und Bürger via Web direkt die Kandidaten der Parteien befragen.
Und die Plattform hat hier demokratiepolitisches vorbildliches geleistet: Alle 187 Abgeordneten und bisher 679 Mandatsbewerber stehen den Bürgern demnach Rede und Antwort. Das Internetprojekt für den Landtag haben die Bürger selber finanziert: Mehr als 10.000 Euro an Spenden wurden zusammen getragen, die für Recherche, Moderation von Fragen und Programmierung aufgewendet werden. Damit ist NRW nach Hamburg und Bayern das dritte Bundesland, in dem sich die Bürger eine unabhängige Abgeordnetensprechstunde im Internet leisten.

Das System ist einfach. Seitenbesucher geben die Postleitzahl ihres Wohnortes ein und finden auf einen Klick alle Landespolitiker aus ihrem Wahlkreis. Jeder Abgeordnete und Landtagskandidat hat ein eigenes Profil, durch das sich Interessierte über dessen politische Ziele informieren können. Über ein Formular kann man Fragen einreichen, die dann zusammen mit den Antworten auf der Seite nachzulesen sind. Auch das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten wird dokumentiert.

"abgeordnetenwatch.de ermöglicht den Bürgern, Abgeordnete kritisch unter die Lupe zu nehmen und sich selbst in die Politik einzumischen," so Gregor Hackmack, einer der beiden Gründer des Portals, heute vormittag bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Im Bundestag müssten sich die Abgeordneten schon seit Dezember 2006 kritische Fragen gefallen lassen, etwa nach ihrem Abstimmungsverhalten oder der großen Zahl an Nebentätigkeiten. Immer wieder komme es auch vor, dass Parlamentarier Bürgerfragen in parlamentarische Anfragen an die Bundesregierung einfließen lassen. "Viele Abgeordnete kümmern sich tatsächlich um die Anliegen der Bürger,“ so Hackmack.

Für den Landtag begrüßte dessen Vizepräsident Edgar Moron (SPD) das Online-Projekt: "Abgeordnetenwatch ist ein direkter Draht zwischen Bürgern und Abgeordneten. Die repräsentative Demokratie wird durch diese überparteiliche Internetplattform transparenter.“ Die Seite biete über das direkte Gespräch für die Wählerinnen und Wähler die zusätzliche Möglichkeit, durch konkrete Fragen ihre Abgeordneten besser kennen zu lernen und ihre Wahlentscheidung kompetent zu treffen. Für die Abgeordneten sei sie eine zusätzliche Chance, sich mit den Bedürfnissen und Sorgen der Bevölkerung auseinander zu setzen.

"Mehr Kommunikation zwischen Wählern und Gewählten ist angesichts der Diskussion um Parteispenden und Korruptionsfälle wie beim U-Bahnbau in Köln dringend nötig", meint Alexander Slonka, Landesgeschäftsführer der Initiative "Mehr Demokratie", die Kooperationspartner des Projekts ist. Durch abgeordnetenwatch.de werde dies einfacher.

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Kritik an Niebels Bildungsstragie
>EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen
>Städte und Kommunen: Bündnis für Biodiversität
>Forderung: 1 Milliarde für Nachhaltigkeitsforschung
>"Wir sind die neuen Juden"
>Schröder im Glück:2 Millionen weniger für Zivilgesellschaft
>Es braucht ein Siegel für Ökostrom
>Gefahr für EEG und Energiewende
>Österreich will den Ball der Rechtsextremen durchtragen
>Bundesregierung: 400 Millionen für Gentechnik in Nahrung
>Umweltverbände: Forstwirtschaft zerstört Waldnaturerbe
>WKR-Ball, Hofburg, Rechtsextreme und UNESCO
>Rösler will Erneuerbare Energie kippen
>Kritik an Wirtschaftsminister
>Erste Absage für Bundespräsident
>Großdemo gegen Agrarindustrie
>Eine Superkoalition will Diäten für Politik erhöhen
>Roten Faden gefunden: Förderung Partikelfilter für PKW/LKW
>Zu wenige Investitionen in erneuerbare Wärme
>EU-Energy Roadmap 2050
>Staatsschutz ermittelt gegen amnesty?!
>WKR-Ball, Hofburg und Rechtsextremismus
>Pestizidgesetz ist Murks
>Hamburg: 13.000 für ein Transparenzgesetz.
>Strategie gegen Rassismus von Politik gefordert
>Dreht sich das Klima in Durban?
>Klimaschutz gut und schön, aber transparent bitte
>Globale WWF-Kampagne zur Rettung Regenwald
>Durban wird zum klimapolitischen Fiasko
>Ball der Rechtsextremen findet in der Wr. Hofburg statt
>Rechtsextremismus: Wir nehmen das nun in die Hand
>Will Regierung Energiewende stoppen?
>Pharmabranche patentiert Sex und Fortpflanzung?
>Imker kündigen Zusammenarbeit mit Bundesregierung auf
>Expertengremien der Bundesregierung: UN-Klimaprozess stärken
>Wir sind beschämt, wir trauern
>AI-Bericht zu Ägypten: Menschenrechtslage schlimmer
>Heiner Geißler für gemeinnützige Ratingagentur
>Rösler gegen Energiewende?
>Kinderrechte einklagbar
>Tanz der Rechtsextremen in der Hofburg am Holocaust-Tag
>Spitzensteuersatz: Da geht was
>AK fordert Entmachtung der Ratingagenturen
>Banken in die Schranken
>UN-Dekade der biologischen Vielfalt: Auch verloren?
>Fall der 5%-Hürde
>Investstau bei Gebäudesanierung: Politik gefordert
>Vattenfall Klage
>Volksabstimmung Griechenland
>NGOs gegen den Überwachungsstaat Österreich
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"