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SOZIALES

Allianz: Und wieder eine Studie zu LOHAS


München (16.3.09): Laut einer Allianz Umfrage identifiziert sich knapp die Hälfte der Deutschen mit dem LOHAS-Trend ("Lifestyle of Health and Sustainability"). Nachhaltigkeit wird von vielen nicht mehr als exotisch, sondern als Lebensqualität angesehen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieser Trend aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen standhält.
Der Besuch im Bioladen ist schon länger nicht mehr ausschließlich Markenzeichen der „Ökos“. Das bewusste Einkaufen fair gehandelter und ökologischer Ware und der Verzicht auf energieintensive Kraftfahrzeuge gehört für viele zur Normalität. Die Bezeichnung LOHAS wurde im Jahr 2000 durch den amerikanischen Soziologen Paul in seinem Buch "The Cultural Creatives" geprägt. Seitdem taucht er regelmäßig in Presse und Literatur sowie in diversen Nachhaltigkeitsberichten auf. Die Gruppe der LOHAS scheint kaum wirklich fassen zu sein und höchst unterschiedliche Zielgruppen werden darunter beschrieben; so differenzieren sich die LOHAS in bis zu sieben sehr unterschiedlichen Subgruppen so die Unternehmensberatung karmakonsum. AC Nielsen sieht bis zu sechs Cluster (s.h. Bericht auf Glocalist Daily News >> www.glocalist.com/index.php ). Ob da der Begriff noch wirklich Sinn macht, lässt sich berechtigt diskutieren.

Die LOHAS laut Studie


Auffallend ist die hohe Affinität von Frauen zur Nachhaltigkeit, laut Studie. Mit 52% der befragten Frauen hat der LOHAS-Gedanke beim weiblichen Geschlecht viele Anhänger (Männer: 35 Prozent). Überdurchschnittlich vertreten (49 Prozent) sind außerdem Befragte mit höheren Einkommen (Haushaltsnetto über 2.500 Euro). Zwei Personen-Haushalte bekennen sich häufiger (52 Prozent) zu Gesundheits- und Nachhaltigkeitszielen als Singles (38 Prozent) oder drei- bis vierköpfige Familien (39 Prozent). Die Generation 55 Plus (51 Prozent) liegt deutlich vor den 35- bis 54-Jährigen (41 Prozent) und den unter 34-Jährigen (38 Prozent).

Anpassung der Unternehmensstrategie

Unternehmen wie die Allianz haben die wirtschaftlich bedeutsame Gruppe längst für sich entdeckt. "Es geht jedoch nicht nur um die ökonomische Relevanz der Zielgruppe. Es handelt sich hier um Zukunftsthemen", erklärt Dr. Andreas Bittl, Leiter des Fachbereichs Marktmanagement bei der Allianz Versicherungs-AG.

Der LOHAS-Gedanke in Zeiten der Angst

Nach einer Umfrage der österreichischen Allianz ist in Deutschland eine Verschiebung der Prioritäten zu verzeichnen. Vor allem die 30- bis 50-Jährigen sorgen nun sich in erster Linie um die wirtschaftliche Existenzsicherung. Im Sommer des vergangenen Jahres hingegen zählten der Klimawandel und seine Folgen noch zu den größten Ängsten. "Gerade jetzt also kann sich die LOHAS- Bewegung als zukunftsweisend positionieren - denn die Herausforderungen auf den Gebieten Umwelt und gesellschaftliche Verantwortung werden auch langfristig bestehen bleiben", kommentiert Alexander Schorn abschließend.

Beiträge zum Thema auf Glocalist Daily News >> www.glocalist.com/news/kategorie/soziales/titel/lohas-konfis-eine-neue-alte-zielgruppe-wird-fokusiert/


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