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Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

 

Lichterkette 2009 in Wien mit tausenden FackelträgerInnen


Wien (19.6.09): Zwei Studentinnen zogen aus, um ihren Ärger Luft zu machen, gegen Hetzplakate und Unmenschlichkeit. Sie riefen zur Lichterkette um Zivilcourage zu zeigen. Rund 6000 Menschen sind ihrer PROtest-Aktion gefolgt.
Romy und Maria waren schon lange empört, über den Umgang mit den Menschenrechten, den Hetzplakaten an jeder Straßenecke im Wahlkampf, "und keiner tut etwas dagegen" erklärten sie ihre Motivation für ihre Aktion. Die Idee zur PROtest-Aktion der Lichterkette war geboren. Erstaunlich dabei, ihre Vorbereitungszeit belief sich gerade mal auf drei Wochen.

19 Uhr vor dem Parlament


Schon einige Zeit vor 19 Uhr finden sich die ersten Teilnehmer ein, um sich einen guten Platz zu sichern. Zu Recht, wie sich herausstellt. Zwar ist das Parlament, bei den Stufen beginnend mit Ständern abgeriegelt, doch der Andrang ist so groß, dass auch dieser Bereich genutzt werden muss, um die Menschentraube aufzunehmen. Noch bevor die Ringstrasse für die Veranstaltung gesperrt wurde, reichte der Platz nicht mehr aus. Die Strassenbahnen kommen nur mehr im Schritttempo am Parlament vorbei.

Das Publikum ist bunt gemischt, alle Altersgruppen haben sich versammelt. Viele wollten dabei sein, um ein Zeichen zu setzen:

FÜR respektvolles Miteinander
FÜR menschenwürdige Behandlung für jede_n
FÜR Freude an Vielfalt statt Abkapseln in Einfalt
FÜR Zivilcourage statt Wegschauen
FÜR ehrliche Diskussionen statt Propagandalügen

Die Initiatorinnen zeigten sich überwältigt über die der Zahl der Menschen, die ihrem Aufruf gefolgt waren und waren zu Beginn der Veranstaltung schier sprachlos. Ihren Begrüßungsworten folgte ein buntes Programm aus Reden und Musikbeiträgen, darunter Doran Rabinovic, Robert Menasse und Kurt Krickler, Beiratsmitglied der Glocalist Medien. Allen Redner und Musikbands war ein Tenor gemeinsam, der Widerstand gegen Rechts und Menschenverachtung. Es ist Platz für Jeden, egal welcher Hautfarbe, egal welchen Geschlechts, egal welcher Religion.

Mit Einbruch der Dämmerung wurden rund 500 Fackeln verteilt, die wie sich herausstellten, viel zu wenige waren. Von einer Trommlergruppe Attacs geleitet, zogen die TeilnehmerInnen um das Parlament.

Die Frage nach dem "Und wie geht es weiter?" beantworteten die Organisatorinnen mit dem Hinweis auf die Eigeninitiative jedes einzelnen, die damit beginnt, nicht wegzusehen.

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