Anzeige
Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Berlin: Mehr Informationsfreiheit


Berlin (3.7.10): Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland begrüßt die durch das Volksbegehren des Berliner Wassertisches angestoßene und am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedete Novellierung des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes (IFG).
Diese Novellierung räumt Bürgerinnen und Bürgern bei der Privatisierung einer Reihe von Unternehmen der Daseinsvorsorge verbesserte Informations- und Einsichtsrechte ein.

Neu ist, dass auch Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht werden müssen, wenn "...das Informationsinteresse das schutzwürdige Geheimhaltungsinteresse des privaten Vertragspartners überwiegt". Dies gilt selbst dann, wenn dem Unternehmen durch die Offenbarung der Vereinbarungen "ein wesentlicher wirtschaftlicher Schaden entstehen würde". Diese Regelung ist bundesweit einzigartig.

Dieter Hüsgen, Leiter der Arbeitsgruppe Informationsfreiheit: "Mit der Neufassung des IFG wird Berlin zum bundesweiten Vorreiter. Es ist an der Zeit, dass die Privatisierung öffentlicher Betriebe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Bürgerinnen und Bürger müssen daher in einem ersten Schritt erfahren, unter welchen Bedingungen sie erfolgt und welche Konsequenzen dies für sie hat."

Die Neuregelung bezieht sich auch auf sogenannte Altverträge, also auch auf die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe im Jahre 1999. Die Hürden zur Durchsetzung der Informationsfreiheit sind hier höher angelegt und das Verfahren ist komplizierter. So muss zum Beispiel das Informationsinteresse das schutzwürdige Geheimhaltungsinteresse des privaten Vertragspartners nicht nur "überwiegen", sondern "erheblich überwiegen". Es wird sich daher erst zeigen müssen, ob sich diese Regelung in der Praxis bewährt.

Das Berliner Informationsfreiheitsgesetz ist am 16. Oktober 1999 in Kraft getreten. Für Transparency Deutschland ist die Informationsfreiheit ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Korruption. Je leichter es Bürgerinnen und Bürgern haben, das Handeln der Verwaltung mit Hilfe des IFG transparent zu machen, desto eher wird Korruption vorgebeugt sowie gegebenenfalls wirtschaftlicher und politischer Schaden abgewendet.


(Quelle: TI)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
>Honorarberatung muss gesetzlich geregelt werden
>Hunger ist ein Umverteilungsproblem
>Deutsche Bank: Nahrungsmittelspekulation und Hunger
>Umfrage: Wer kennt welches Bio-Siegel?
>Jetzt amtlich: Verbraucherpreise gestiegen
>Flucht aus privaten Krankenkassen
>Aus für FLP-Blumenprogramm
>Die Spendenmafia
>Pfändungssschutzkonten: Doppelt kassiert
>Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren
>UNICEF: Teilhabe der Eltern entscheidend für Kinder
>Wer E-Mobilität bejaht, kauft sich noch lange kein E-Auto
>Ein Jahr nach dem Dioxin Skandal
>Mehrwertsteuer neu in der EU?
>Schluss mit Inkasso-Kriminalität
>Korruptionsindex 2011
>Fortschrittsindex: Hurrah, wir sind vorne!
>Callcenter: Tariflosigkeit
>Umfrage: Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht
>Umfrage: 90% der Deutschen für scharfen Klimaschutz
>Riestern: Besser Sparstrumpf oder über 100 werden
>23 Millionen Deutsche arbeiten ehrenamtlich
>Offener Brief an Polizeipräsidentin Wuppertal
>Netzentgelt: Regierung gegen Bürger
>Umfrage: 2/3 der Deutschen lehnen Atommülltransporte ab
>Nutella-Etikett kann in die Irre führen
>Transparency klagt KBV
>Forsa-Umfrage: Mehrheit gegen Spekulation mit Nahrungsmittel
>foodwatch fordert Verkaufsverbot für Becel pro.activ
>Riester-Rente: Wackelt da was?
>2030 werden Alte um 60% mehr sein
>Verlorenes Jahrzehnt für Arbeitnehmer
>Österreich hat massives Rechtsextremismusproblem
>Soziales und Ökologisches zusammenbringen
>Steuer auf Spekulationsgeschäfte soll Armut lindern
>UN-Bericht: Arme werden ärmer
>Lebensmittel und "legale Täuschung"
>Gute Nachricht: Keine Abzocke mehr bei Anruf
>Telekom: Irreführende Werbung
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"