Anzeige
Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Bündnis für Gemeinnützigkeit fordert Stärkung des 3. Sektors


Berlin (4.2.10): Das "Bündnis für Gemeinnützigkeit", bestehend aus acht Dachverbänden gemeinnütziger Organisationen, mahnt die Politik, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu stärken. Es gebe Reformbedarf im Steuerbereich sowie im Zuwendungsrecht. Das Gemeinnützigkeitsrecht sei derzeit nicht "europatauglich".
Das "Bündnis für Gemeinnützigkeit" mahnt die Politik, dass die einseitige Wirtschaftsorientierung nicht zukunftsfähig ist. In der begonnenen Legislaturperiode seien eine weitere Reform der Rahmenbedingungen für gemein wohlrientierte Aktivitäten erforderlich sowie eine Stabilisierung der "Engagement-Infrastruktur". Für eine entsprechende "Engagementpolitik aus einem Guss" fordert das Bündnis ein umfassendes "Gesetz zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements".

Das neue Gesetz solle im Unterschied zu dem 2007 verabschiedeten "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements’ nicht auf das Steuerrecht beschränkt bleiben; vielmehr seien weitere Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Konkret sei das derzeitige Zuwendungsrecht hinderlich; zudem seien die verschiedenen Freiwilligendienste einheitlicher zu regeln. Das Gemeinnützigkeitsrecht sei derzeit nicht "europatauglich". Das Stiftungsrecht und Stiftungssteuerrecht bedürfe weiterer Modernisierung. Zudem schlägt das Bündnis vor, die verschiedenen unkoordinierten Förderinstrumente in einem bundeseinheitlichen Förderinstrument zu bündeln.

"Je mehr sich die Erkenntnis durchsetzt, dass der Dritte Sektor den Sektoren Staat und Wirtschaft gleichrangig ist, umso eher ist eine humane und zukunftsfähige Gesellschaft zu verwirklichen. Unsere Gesellschaft gerät aus der Balance, wenn einseitig wirtschaftliches Denken oder Fixierung auf staatliche Lösungen den Blick verengen", so Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Mitglied des Bündnisses für Gemeinnützigkeit.

Die Forderungen wurden unter der "Genshagener Erklärung" in sieben Punkten zusammengefasst - siehe Download >> www.Stiftungen.org/files/original/galerie_vom_10.10.2005_12.40.23/Genshagener_Erklaerung.pdf

Das "Bündnis für Gemeinnütigkeit" vertritt seit Mai 2009 gemeinsam die Interessen des organisierten Dritten Sektors. Das Bündnis wird getragen von: Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Deutscher Kulturrat, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Spendenrat, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und VENRO - Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen. Es umfasst mehr als 10 Millionen Mitglieder.



<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
>Honorarberatung muss gesetzlich geregelt werden
>Hunger ist ein Umverteilungsproblem
>Deutsche Bank: Nahrungsmittelspekulation und Hunger
>Umfrage: Wer kennt welches Bio-Siegel?
>Jetzt amtlich: Verbraucherpreise gestiegen
>Flucht aus privaten Krankenkassen
>Aus für FLP-Blumenprogramm
>Die Spendenmafia
>Pfändungssschutzkonten: Doppelt kassiert
>Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren
>UNICEF: Teilhabe der Eltern entscheidend für Kinder
>Wer E-Mobilität bejaht, kauft sich noch lange kein E-Auto
>Ein Jahr nach dem Dioxin Skandal
>Mehrwertsteuer neu in der EU?
>Schluss mit Inkasso-Kriminalität
>Korruptionsindex 2011
>Fortschrittsindex: Hurrah, wir sind vorne!
>Callcenter: Tariflosigkeit
>Umfrage: Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht
>Umfrage: 90% der Deutschen für scharfen Klimaschutz
>Riestern: Besser Sparstrumpf oder über 100 werden
>23 Millionen Deutsche arbeiten ehrenamtlich
>Offener Brief an Polizeipräsidentin Wuppertal
>Netzentgelt: Regierung gegen Bürger
>Umfrage: 2/3 der Deutschen lehnen Atommülltransporte ab
>Nutella-Etikett kann in die Irre führen
>Transparency klagt KBV
>Forsa-Umfrage: Mehrheit gegen Spekulation mit Nahrungsmittel
>foodwatch fordert Verkaufsverbot für Becel pro.activ
>Riester-Rente: Wackelt da was?
>2030 werden Alte um 60% mehr sein
>Verlorenes Jahrzehnt für Arbeitnehmer
>Österreich hat massives Rechtsextremismusproblem
>Soziales und Ökologisches zusammenbringen
>Steuer auf Spekulationsgeschäfte soll Armut lindern
>UN-Bericht: Arme werden ärmer
>Lebensmittel und "legale Täuschung"
>Gute Nachricht: Keine Abzocke mehr bei Anruf
>Telekom: Irreführende Werbung
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"