Nach einer kurzen Evaluierung der Lage und der Einsatzmöglichkeiten vor Ort, entsandte DHL am 25. August ein erstes Team von vier Logistikexperten seines Katastropheneinsatzteams (Disaster Response Team - kurz DRT) nach Islamabad.
Auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Nationalen Katastrophenschutzbehörde Pakistans hat das Team begonnen, ein provisorisches Lager zu errichten, um die Logistik der eintreffenden Hilfsgüter auf dem militärischen Teil des Flughafens von Islamabad zu unterstützen.
Dabei arbeitet das ehrenamtliche DRT eng mit den Vereinten Nationen zusammen, insbesondere mit dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und dem Welternährungsprogramm (WFP). Das DRT wird vor Ort für die Abfertigung sowohl von ankommenden Gütern des Welternährungsprogramms als auch von bilateralen Hilfslieferungen anderer Staaten verantwortlich sein.
Da sich die Lage im Katastrophengebiet nur äußerst langsam verbessert, wird das DRT voraussichtlich bis zu drei Wochen vor Ort im Einsatz bleiben. In dieser Zeit werden insgesamt 20 bis 25 DHL-Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen dabei helfen, die Hilfsgüter in Empfang zu nehmen, zwischenzulagern und für die weitere Verteilung vorzubereiten. Die vier bis fünf Mann starken Teams werden dabei wöchentlich wechseln. Deutsche Post DHL-Konzernchef Frank Appel zum Einsatz des DRT: "Die Lage in Pakistan ist sehr ernst, und wir hoffen, dass wir die Hilfsmaßnahmen vor Ort mit unserem Katastropheneinsatzteam gewohnt professionell unterstützen können."
Chris Weeks, Leiter des Bereichs Humanitäre Angelegenheiten bei DHL erläutert: "Millionen Menschen sind von der Flut betroffen. Was sie jetzt in erster Linie brauchen, sind Nahrung, Zelte und Planen. Um den Weitertransport von Gütern in den nächsten Wochen zu gewährleisten, haben wir am Flughafen grundlegende logistische Strukturen geschaffen."
Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge sind 800.000 Menschen durch die Fluten von der Außenwelt abgeschnitten. 17 Millionen seien direkt von den Überschwemmungen betroffen, 1,2 Millionen Häuser zerstört worden. In den nächsten Tagen liegt die größte Herausforderung darin, die Flüchtlinge sowie Bewohner entlegener Gebiete mit dem Nötigsten zu versorgen.
(Quelle: DHL)
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