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SOZIALES

Die familienfreundlichsten Wohnunternehmen Berlins


Berlin (4.1.10): Im Dezember 09 wurden die familienfreundlichsten Wohnunternehmen Berlins ausgezeichnet. Der Preis wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin und dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben.
Im Berliner Rathaus wurden im Dezember die sieben Gewinner des Wettbewerbs „Familien-Freunde 09“ von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer ausgezeichnet.

Gesucht wurden die besten Familienwohnprojekte des Jahres 2009. Der Wettbewerb richtete sich an Wohnungsunternehmen, die sich zusammen mit Kindertagesstätten, Schulen, Trägern der Kinder- und Jugendarbeit oder Wirtschaftsbetrieben für einen familienfreundlicheren Stadtteil aktiv einsetzen.

Am Wettbewerb konnten sich alle Wohnungsunternehmen mit Wohnungsbeständen in den Großsiedlungen der Fördergebiete des Stadtumbaus Ost oder West beteiligen. Eingereicht wurden 21 Projekte von zehn Wohnungsunternehmen, darunter fünf städtische, vier genossenschaftliche und ein privates Unternehmen.

Die Preisträger 2009

1. Preis: HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH für das Projekt „Jugendtreff Stiffeler“ . Ein ehemaliger Schulgarten mit 2.700 Quadratmetern wurde 2003 vom Wohnungsunternehmen angemietet und Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Jugendlichen können den ehemaligen Schulgarten den eigenen Bedürfnissen entsprechend umgestalten. Für die Selbstorganisation, als Dach für ihre Aktivitäten und um gleichberechtigter Kooperationspartner für das Wohnungsunternehmen zu werden, gründeten Jugendliche den Verein „Stiffeler e.V.“ und schlossen Nutzungs- und Kooperationsvertrag mit der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH ab.

1. Preis: Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor eG für das Projekt „Einrichtung einer Kindertagesstätte durch Umbau einer 4-Raum-Wohnung“. 2009 hat das Wohnungsunternehmen eine 4-Raum-Wohnung zu einer Kita mit 12 Plätzen als Zweigstelle der Kita Knirpsenhaus um- und ausgebaut. Das Wohnungsunternehmen übernimmt die Ausstattung. In einem Kooperationsvertrag wird geregelt, dass Kinder der Genossenschaftsmitglieder, aber auch Kinder aus der Nachbarschaft die Kita nutzen können.

2. Preis: GESOBAU AG für die Projekte „Der kleine Ferienspatz“ und „Kinderstadtplan mit Spielplatzknigge“. Im Rahmen des Projekts „Der kleine Ferienspatz – Ferienplaner“ wird ein kostenloser Ferienplaner in Form eines Booklets mit Ferieninitiativen vor Ort für Kinder herausgegeben, die in den Ferien nicht verreisen können. Der Ferienplaner wird gemeinsam mit lokalen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt. Das Projekt wurde 2008 zum ersten Mal durchgeführt und im Jahr 2009 wiederholt.

Weiters wurden vier Sonderpreise verliehen:

Sonderpreis: Fortuna Wohnungsunternehmen eG für ihr nachbarschaftliches Engagement „Hilfe im Alltag“. Seit Oktober 2008 bieten ca. 20 Bewohner ihren Nachbarn Unterstützung an. Zu den Unterstützungsangeboten des Projekts „Hilfe im Alltag“ zählen Hilfen im Haushalt (z.B. Staubsaugen oder Briefkasten leeren), Hol- und Bringdienste (z.B. Besorgungen aus der Apotheke, Hilfen beim Einkauf), kleine handwerkliche Leistungen (z.B. Bilder anbringen oder Glühbirnen wechseln), Hilfen beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Behördengängen sowie die Begleitung im Alltag (Spaziergang, Gespräche). Das Projekt wird professionell koordiniert und fördert durch das Verfügbarmachen von Hilfsbereitschaft und Engagement aktives generationsübergreifendes Wohnen.

Sonderpreis: GESOBAU AG für das „Schlichtungsbüro im Märkischen Viertel“. Das Schlichtungsbüro wurde im Juni 2006 eingerichtet und bietet zweimal pro Woche eine ehrenamtliche und unparteiische Konfliktberatung von Mietern für Mieter an. Das Projekt leistet Konfliktprävention und -mediation. Ein wichtiges Thema ist die aktive Integration von Nachbarn mit Migrationshintergrund. Zum Team gehören sieben Schlichter, von denen zwei einen Migrationshintergrund haben. Die ehrenamtlichen Schlichter werden regelmäßig qualifiziert, monatliche finden Fall- und Auswertungsgespräche statt. Durch das Projekt Schlichtungsbüro wird ehrenamtliches Engagement angeregt und unterstützt.

Sonderpreis: degewo AG für ihre Beteiligung am Projekt „Wir holen die Schorfheide nach Marzahn Nord-West“. Im Rahmen des Stadtumbaus wurden 262 Wohnungen im Schorfheideviertel im Stadtteil Marzahn-Nord komplett zurückgebaut, die Bewohner befürchteten Schlimmes für die Zukunft des Stadtteils. Daher war es geboten, die Menschen frühzeitig und intensiv in die Planungen für das Viertel einzubeziehen. Als Methode wurde das Charette-Verfahren ausgewählt, das konsequent öffentlich ist. Unmittelbar am Planungsort können Interessierte jederzeit an der Charette teilnehmen.

Sonderpreis: GEWOBAG für das Projekt „Zukunft Falkenhagener Feld: Aktive Quartiersentwicklung familienfreundliches Wohnen“. Zur Aufwertung und Stabilisierung des Wohnviertels Falkenhagener Feld in Spandau hat das Wohnungsunternehmen ein vielfältiges Konzept entwickelt. Das eingereichte Projekt setzt sich aus acht Projektmodulen zusammen. Dazu gehören: Diskussionsveranstaltungen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, örtlichen Initiativen und mit lokalen Akteuren, Maßnahmen der Wohnumfeldgestaltung oder die Einrichtung eines neuen Servicebüros des Wohnungsunternehmens zur Bündelung der Aufgaben Hauswart-Service, Mieterberatung und Stadtteilarbeit.



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