Anzeige
Sonntag, 21. März 2010 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Digitale Verbraucherrechte


Berlin (9.2.10): Unter dem Schlagwort "Soziale Marktwirtschaft 2.0." fordert der vzbv neuerlich Rechte für User im Web.

Mehr Engagement von Politik und Wirtschaft beim Datenschutz im Internet fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). "Politik und Wirtschaft können die Verantwortung nicht allein auf die Nutzer abwälzen", erklärt Vorstand Gerd Billen zum Safer Internet Day 2010.

 

Elementare Mindeststandards müssten in eine Art Grundgesetz für das Internet gegossen werden, ein staatliches Siegel müsse vertrauenswürdige Internetangebote ausloben. "In Analogie zum Web 2.0 brauchen wir eine Soziale Marktwirtschaft 2.0, damit die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft endlich auch in der digitale Welt gelten", so Billen.

 

Der Safer Internet Day 2010 steht unter dem Motto "Think b4 u post", also "Erst denken, dann veröffentlichen". "Natürlich sollten Verbraucher sich genau überlegen, ob und wenn ja, welche Informationen sie wem online zur Verfügung stellen", sagt Billen. "Aber das entlässt die Politik und die Internetbranche nicht aus der Pflicht, mehr für den Schutz persönlicher Daten im Netz zu unternehmen. So erlaubt das Datenschutzrecht nach wie vor die Sammlung und Nutzung persönlicher Daten auch ohne ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher. Überdies werden Verbrauchern häufig Einwilligungserklärungen untergeschoben, die im Kleingedruckten versteckt oder so formuliert sind, dass Verbraucher sie selbst streichen müssen.

 

Klare Rahmenbedingungen vom Staaat

 

Die in der zurückliegenden Legislaturperiode vorgenommenen Verbesserungen bei der Datenschutzgesetzgebung waren nach Ansicht des vzbv lediglich der Auftakt notwendiger Verbesserungen. "Es fehlt eine klare Strategie, wie die Daten der Verbraucher tatsächlich geschützt werden", meint Billen und fordert vom Staat klare Rahmenbedingungen, damit sich nicht nur IT-und Rechtsexperten sicher im Netz bewegen können. Als zentrale Rahmenbedingung nennt er das generelle Verbot der Weitergabe von Daten ohne ausdrückliche Einwilligung. Billen: "Ein effektiver Verbraucherdatenschutz ist für einen funktionierenden Markt in der Informationsgesellschaft unerlässlich".

 

Download Charta der digitalen Verbraucherrechte > www.vzbv.de/mediapics/charta_digitale_welt_1532007.pdf

 

(Quelle( vzbv)




<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Jeder 2. Arzt in Österreich ist burnout-gefährdet
>Zahl der Kettenverträge und befristete Verträge steigt
>Österreichs Sozialsystem bestraft Partnerschaft
>Charta der Vielfalt expandiert
>Weg mit dem Finanzschrott
>ai-Berichte über Opfer sexueller Gewalt
>Österreichs beste Arbeitgeber
>SOS-Kinderdörfer: 6 Millionen für Haiti
>Merkel ehrt bürgerschaftliches Engagement
>KiK-CARE-Partnerschaft ausgezeichnet
>Mindestlöhne in der EU
>Bruttolöhne sinken erstmals in Deutschland
>Bildungsniveau steigt weiter an, Frauen holen auf
>57.000 Unterschriften gegen die Kopfpauschale
>Deutschlands beste Arbeitgeber
>Studie: Rezession verkürzt das Leben von Babies
>Armut: Je ungerechter, desto weniger Leben
>Umfrage: Beschäftige in der Metallindustrie hart getroffen
>Deichmann: Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit
>Tagung: Menschenrechte und Wirtschaft
>LIDL für Mindestlohn
>Armutsrisiko steigt in Deutschland
>Pinar Selek droht lebenslange Haft in der Türkei
>Globale Kampagne für Bankensteuer
>Macht uns der Job glücklich – Traumjob nur ein Traum?
>Österreich: 43% der Arbeitslosen in Armut
>Start Volksbegehren in Thüringen: Mehr Kitas
>Digitale Verbraucherrechte
>Stiftungen boomen
>Bündnis für Gemeinnützigkeit fordert Stärkung des 3. Sektors
>Investition in Bildung senkt Arbeitslosigkeit
>Kampagne gegen Kopfpauschale Krankenkassen gestartet
>Rekordarbeitslosigkeit
>Test: Privatsphäre in sozialen Netzen
>Teure Nachhilfe
>Danone Ecosystem Fonds startet erste Projekte
>Social Business - GLS baut Mikrokreditplattform
>Deutsche Vorstandsetagen - ein Männerclub
>DZI: Spendenvolumen Haiti bisher 86 Millionen Euro
>Verbraucherschutz für nachhaltige Geldanlagen
>Studie: Gesundheitsvorsorge in Betrieben mangelhaft
>Das Jahr 2010 widmet die EU der Bekämpfung der Armut
>Haiti - neuerliches Beben, Gewalt und große Hilfswelle
>MwSt-Senkung macht Hotels nicht billiger
>IV startet mit iv.future gesellschaftspolitischen Diskurs
>Protest für bessere Bezahlung von sozialer Arbeit
>Neues Teppichsiegel gegen Kinderarbeit
>Haiti
>UNICEF Spendenaufruf für Haiti
>Nach dem Business Angel kommt der Wissensengel
Anzeige