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SOZIALES

Die Gewinner des Social Impact Award; Foto Sebastian Knabl

 

Erster Social Impact Award 2009 verliehen


Wien (22.6.09): Der Social Impact Award wurde 2009 erstmals vom TU/WU Entrepreneurship Center Vienna verliehen. Er zeichnet Studierende aller Fachrichtungen mit Ideen für soziale und gesellschaftliche Projekte aus. Der Preis ist mit 4.000 Euro für ein Stipendium dotiert.
Gesellschaftliche Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit dominieren im Zuge der Wirtschaftkrise oft den öffentlichen Diskurs. Das TU/WU Entrepreneurship Center Vienna machte sich deswegen Anfang Mai gemeinsam mit Air Berlin und emersense auf die Suche nach jungen Menschen, die bereit sind, durch Eigeninitiative diesen Problemen etwas entgegenzusetzen. Im Österreichweiten Wettbewerb Social Impact Award 2009 waren Studierende aller Universitäten und Fachhochschulen eingeladen, Ihre sozialen Projektideen einzureichen.

59 Einreichungen von 200 Studierenden


Die Resonanz auf diesen Aufruf war überwältigend: Über 300 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, an den online Communities oder an einem der 5 Workshops und Veranstaltungen im Vorfeld des Awards teilzunehmen und hier gemeinsam Ideen zu entwickeln. Bis Ende Mai wurden von über 200 TeilnehmerInnen insgesamt 59 aufregende Projektideen eingereicht.

Die Qualität und Kreativität dieser Ideen hat die Erwartungen der Jury bei Weitem übertroffen: von ambitionierten Entwicklungsprojekten in Äthiopien, Pakistan und Kenia, über intelligente peer-to-peer Trainingskonzepte für Schüler, bis hin zu hochtechnologischen Konzepten für Museen für Blinde oder in der Telemedizin, waren in fast allen denkbaren Bereichen innovative Konzepte vertreten.

Die Jury: Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und NPO-Praxis

Die Auswahl der besten Projekte wurde von einer hochkarätigen Fachjury getroffen. Neben Experten aus Wirtschaft (Joachim Hunold, CEO der Air Berlin) und Wissenschaft (Prof. Meyer, Prof. Franke, beide WU) waren auch Persönlichkeiten aus dem Non-Profit Bereich vertreten, wie Gery Keszler (Gründer und Organisator des Life Ball), Ute Bock (Gründerin des Flüchtlingshilfsvereins Ute Bock, UNHCR-Flüchtlingspreisträgerin 2000) und Mag. Stefan Wallner, Generalsekretär der Caritas Österreich.

Die Sieger - Project-E, ein Ausbildungsprojekt für äthiopische Waisenmädchen

Gewonnen hat das Entwicklungszusammenarbeits-Projekt „Project-E,“ welches von einem Team von Studierenden und AbsolventInnen der Wirtschaftsuniversität, Medizinuni und der Rechtswissenschaften in Wien rund um Moritz Waldstein-Wartenberg, Max Scheichenost und Markus Pichler eingereicht wurde.
Project-E beschäftigt sich mit der schulischen Ausbildung von Waisenmädchen in Äthiopien. Neben einer klassischen Schulausbildung ist es Ziel des Projektes, die Waisenmädchen durch Vermittlung von Englisch-Kenntnissen und Büro-Fähigkeiten gezielt auf den äthiopischen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Das junge Team konnte mit einer außergewöhnlich professionellen Ausarbeitung sowie dem deutlich erkennbaren Impact des Projektes in einem der ärmsten Regionen der Welt die Jury klar überzeugen.

Die Plätze 2 und 3: Bergguides für Pakistan und ein Museum für Blinde

Der zweite Platz ging an das Projekt „Hunza DY.NA.MO Guide“. Dieses Projekt plant, den lokalen Öko- und Alpintourismus im abgelegenen pakistanischen Hunzatal mittels einer Trekking‐ und Expeditionsausbildung für Einheimische zu fördern.

Über den 3. Platz freute sich die Soziologiedissertantin Mag.a Claudia Käfer. Ihr Projekt „The Touchable Museum ‐ Kunterbunt Foundation“, einem Museum für Blinde wurde als besonders innovativ und international ausgerichtet gewürdigt. In diesem Museum sollen weltbekannte Kunstwerke wie die Mona Lisa mittels modernster Modelling‐ und 3DPlottingverfahren als dreidimensionale Skulpturen reproduziert werden. Damit könnte es für Blinde möglich werden, die Meisterwerke haptisch selbst zu erfahren.




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