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SOZIALES

Erstmals "Marktplatz der guten Geschäfte" in Salzburg


Salzburg (30.6.10): Die Methode der Bertelsmann Stiftung für den Austausch von Leistungen zwischen Wirtschaft und sozialen Organisationen bewährte sich nun auch in Salzburg – 54 Vereinbarungen im Gegenwert von 49.000 Euro wurden getroffen.
Erstmals wurde in Salzburg von der WKS gemeinsam mit Partnern ein derartiger "Marktplatz" veranstaltet, bei dem Unternehmen und soziale Organisationen in einer Art Börse Dienstleistungen, Produkte, Know-how etc. anbieten und dann Kooperationen "auf Augenhöhe" abschließen.

Den Kooperationsmöglichkeiten sind im Rahmen der international eingespielten Marktplatz-Methode der Bertelsmann Stiftung keine Grenzen gesetzt. Sehr positives Echo der TeilnehmerInnen: "Spannende Idee!"

Die MarktplatzteilnehmerInnen, die von der für Salzburg neuen Methode begeistert waren, mussten nur einige Spielregeln beim "Speed-Dating" zwischen Non-Profit-Organisationen und Betrieben einhalten, etwa, dass kein Geld fließen darf. Denn es geht beim Marktplatz nicht um Spenden-Akquisition. Die "Tauschgeschäfte" müssen fair und gleichwertig sein, jede Vereinbarung muss dokumentiert werden und wird vor Ort beim "Marktplatz" von unabhängigen PrüferInnen bestätigt.

"Diese Idee ist ganz spannend", fand etwa der Software-Unternehmer Paul Ettl mit Firmensitzen in Salzburg und Oberösterreich. "Ich habe sehr interessante Gespräche geführt und einige Kooperationen abgeschlossen." Peter Trattner vom Kinderschutzzentrum Salzburg: "Eine exzellente Idee, so Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Noch viel wichtiger war für mich der wertvolle Erstkontakt mit Unternehmen, um daraus langfristig etwas zu entwickeln!"

Wolfgang Immerschitt, Chef von Pleon Publico Salzburg: "Es kamen hier interessante Unternehmen und soziale Organisationen zusammen, die sonst nie zusammengekommen wären".

"Mit der Marktplatz-Methode wird sichtbar und wird wertgeschätzt, was auch soziale Organisationen als Betriebe leisten können. Die Idee, so etwas zu veranstalten, ist super!", sagte Gabriele Rechberger von "Frau & Arbeit". Sie tauschte etwa Kommunikationsleistungen ihrer Organisation mit Finanz-Know-how von Firmen für ihre Gründerinnen, die von Frau & Arbeit beraten werden.

Der "Marktplatz" in Salzburg wurde gemeinsam von WKS, respACT, dem Referat "Frau in der Wirtschaft" der WKS, der Bertelsmann Stiftung, dem Fundraising-Verband Austria und der CSR-Consultants Experts Group der WKÖ veranstaltet. Mitorganisatorin Bettina Lorentschitsch, stellv. Spartenobfrau der Sparte Handel in der WKS, Vorstandsmitglied von respACT und Sprecherin der CSR-Consultants: "Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Marktplatz in Salzburg! Aufgrund des Erfolges überlegen wir uns, derartige Marktplätze auch in den Salzburger Bezirken zu veranstalten."

Die Marktplatz-Methode, die ursprünglich aus Holland kommt, wurde von der Bertelsmann-Stiftung, einer der wichtigsten Promotoren für das Thema "Gesellschaftliche Verantwortung Unternehmen", weiterentwickelt und verbreitet. Rund 100 "Marktplätze" in Deutschland und mehr als 3.500 Vereinbarungen zwischen engagierten Unternehmen und NGOs/NPOs sind das beeindruckende Ergebnis dieser Methode.


(Quelle: respACT)

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