Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Bild: EU

 

EU: öffentliche Konsultation über Kinderrechte


Brüssel (14.6.10): Kinder haben das Recht auf Schutz gegen Armut und Gewalt und das Recht, gehört zu werden. Die Europäische Kommission startet eine öffentliche Konsultation zu einer neuen Kinderrechtsstrategie der EU.
Auch wenn Kinder seltener als Erwachsene mit Gerichten oder öffentlichen Verwaltungen zu tun haben, sind ihre Rechte ebenso wichtig. Durch die öffentliche Konsultation über Kinderrechte erhofft sich die EU Antworten und Hinweise darauf, wie die EU mit ihren Maßnahmen die Kinderrechte stärker fördern kann. In der Konsultation, die bis zum 20. August läuft, werden Themen wie eine kinderfreundliche Justiz, Gewalt gegen Kinder und Kinderarmut sowie das Mitspracherecht von Kindern abgedeckt.

Kinder stehen in der heutigen Welt oft vor großen Problemen - sei es als Internetnutzer, Migranten oder Zeugen in Gerichtsprozessen. Ihre Rechte müssen geschützt und gefördert werden. Ich bin gespannt, was nach Meinung der Interessenträger die beste Möglichkeit ist, die Interessen und Rechte der Kinder zu wahren,“ so Viviane Reding, Vizepräsidentin der Kommission und Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft.

Der Schutz der Rechte von Kindern im Alltag erfordert ein anderes Vorgehen als bei Erwachsenen, gleichgültig, ob das Kind an einem Prozess teilnimmt, von Familienstreitigkeiten betroffen ist, bei öffentlichen Verwaltungen für seine Interessen eintreten oder schwierige Situationen wie Migration, Gewalt oder Armut bewältigen muss. Die Rechte des Kindes müssen bekannt sein und geachtet werden. Eine EU-weite Strategie kann hierzu Orientierung und eine nützliche Grundlage bieten. Die EU und ihre Mitgliedstaaten wollen sicherstellen, dass Kindern Sorge und Schutz zuteil wird und sie Gehör finden.

2006 brachte die Kommission eine Kinderrechtsstrategie auf den Weg, um sicherzustellen, dass durch EU-Maßnahmen Kinderrechte gefördert werden. Mit der neuen öffentlichen Konsultation sollen bestehende Maßnahmen verbessert und etwaige neue Maßnahmen gefunden werden, um die Strategie für den Zeitraum 2011-2014 mit neuem Leben zu füllen. Einen Nutzen erhofft sich die Kommission wie stets von den Erfahrungen von Bürgern und Organisationen, Verbänden und Gremien sowie von Einrichtungen und Sachverständigen, die im Bereich des Schutzes und der Förderung von Kinderrechten von der lokalen bis hin zur internationalen Ebene tätig sind.

Die Konsultation ist auf bestimmte Gebiete ausgerichtet, die die Teilnehmer des Forums für die Rechte des Kindes ermittelt haben, und auf denen Kinder u. a. mit folgenden Themen konfrontiert sein könnten:

• Kinderfreundliche Justiz und Einbeziehung der Kinder in das Justizwesen (beispielsweise als Zeugen)
• rechtspolitische Maßnahmen zur Gewährleistung von Kinderrechten, u. a. im Rahmen der Familienmediation
• Schutz spezieller Gruppen von Kindern (arme Kinder, Opfer von Gewalt, sexueller Ausbeutung oder Kinderhandel)
• Teilhabe von Kindern an der Entwicklung von Maßnahmen, die Auswirkungen für Kinder haben.

Die Kommission beabsichtigt, einen Bericht mit allen Beiträgen aus dieser Konsultation zu veröffentlichen. Diese Ergebnisse werden in die neue Mitteilung über Kinderrechte für den Zeitraum 2011-2014 einfließen.

Parallel zu dieser öffentlichen Konsultation führt die Kommission eine Studie durch, um von Kindern selbst (beispielsweise durch Schwerpunktgruppen) Rückmeldung zu erhalten. Die Studie soll im Oktober veröffentlicht werden.

Die öffentliche Konsultation zur Mitteilung der Kommission über die Rechte des Kindes (2011-2014) läuft vom 11. Juni bis zum 20. August und kann abgerufen werden unter:

ec.europa.eu/justice_home/news/consulting_public/news_consulting_public_en.htm

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
>Honorarberatung muss gesetzlich geregelt werden
>Hunger ist ein Umverteilungsproblem
>Deutsche Bank: Nahrungsmittelspekulation und Hunger
>Umfrage: Wer kennt welches Bio-Siegel?
>Jetzt amtlich: Verbraucherpreise gestiegen
>Flucht aus privaten Krankenkassen
>Aus für FLP-Blumenprogramm
>Die Spendenmafia
>Pfändungssschutzkonten: Doppelt kassiert
>Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren
>UNICEF: Teilhabe der Eltern entscheidend für Kinder
>Wer E-Mobilität bejaht, kauft sich noch lange kein E-Auto
>Ein Jahr nach dem Dioxin Skandal
>Mehrwertsteuer neu in der EU?
>Schluss mit Inkasso-Kriminalität
>Korruptionsindex 2011
>Fortschrittsindex: Hurrah, wir sind vorne!
>Callcenter: Tariflosigkeit
>Umfrage: Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht
>Umfrage: 90% der Deutschen für scharfen Klimaschutz
>Riestern: Besser Sparstrumpf oder über 100 werden
>23 Millionen Deutsche arbeiten ehrenamtlich
>Offener Brief an Polizeipräsidentin Wuppertal
>Netzentgelt: Regierung gegen Bürger
>Umfrage: 2/3 der Deutschen lehnen Atommülltransporte ab
>Nutella-Etikett kann in die Irre führen
>Transparency klagt KBV
>Forsa-Umfrage: Mehrheit gegen Spekulation mit Nahrungsmittel
>foodwatch fordert Verkaufsverbot für Becel pro.activ
>Riester-Rente: Wackelt da was?
>2030 werden Alte um 60% mehr sein
>Verlorenes Jahrzehnt für Arbeitnehmer
>Österreich hat massives Rechtsextremismusproblem
>Soziales und Ökologisches zusammenbringen
>Steuer auf Spekulationsgeschäfte soll Armut lindern
>UN-Bericht: Arme werden ärmer
>Lebensmittel und "legale Täuschung"
>Gute Nachricht: Keine Abzocke mehr bei Anruf
>Telekom: Irreführende Werbung
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"