"Wir brauchen Ausbildungsplätze für Altbewerber, junge MigrantInnen und HauptschülerInnen. Aber auch Erwachsene mit Migrationshintergrund und guter Ausbildung müssen eine Chance bekommen“, sagte Sehrbrock.
Der OECD-Bericht lege den Finger in die Wunde: „Noch immer finden trotz des demographischen Wandels tausende Jugendliche keinen Ausbildungsplatz, sondern werden mit Praktika und Kurzfrist-Maßnahmen abgespeist - ohne Chance auf einen anerkannten und qualifizierenden Abschluss. Noch immer sind die Türen der Hochschulen für Menschen ohne Abitur weitgehend verschlossen. Eine verlorene Generation können wir uns aber nicht leisten“, sagte Ingrid Sehrbrock.
Zudem sei es beschämend für die Bundesrepublik, dass von den modernen Industrienstaaten lediglich die Slowakei, Tschechien und Italien einen geringeren Anteil ihrer Wirtschaftsleistung in Bildung investieren, führt der DGB weiter aus.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende hält es für einen Fehler, dass der Ausbildungspakt von Bundesregierung und Spitzenverbänden der Wirtschaft auch Jugendliche als versorgt zähle, die keinen Ausbildungsplatz erhielten, sich aber mit Überbrückungsjobs, Praktika und Kurzfrist-Maßnahmen über Wasser hielten. „So wird der Blick auf die Lage am Ausbildungsmarkt verstellt. Noch immer haben 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung. Das sind erschreckende 17 Prozent dieser Altersgruppe.“
Download Bericht OECD zu Bildung > www.oecd.org/dataoecd/46/23/45925284.pdf
(Quelle: DGB)
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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