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In wenigen Tagen geht das Jahr 2009 zu Ende. Neben dem alljährlichen Sektkorkenknallen, Bleigießen und dem Verteilen von Glücksbringern darf wieder eines nicht fehlen: ein schönes, buntes, lautes Feuerwerk. Und das ist in Ordnung. Wer nicht böllern mag, kann auch spenden.
Doch wo, durch wen und vor allem unter welchen Bedingungen die Feuerwerkskörper hergestellt werden, ist bei deren Kauf nicht ersichtlich. Jugend Eine Welt macht auf die Arbeitsbedingungen bei der Feuerwehrkskörper-Produktion aufmerksam: "Die Bedingungen in der Feuerwerkskörperproduktion sind oft menschenverachtend", so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.
Feuerwerksindustrie ist Industrie der Armen
Der größte Feuerwerksproduzent weltweit ist China, gefolgt von Indien und einigen Staaten in Mittel- und Südamerika wie Peru, Guatemala und El Salvador. Meist erfolgt die Herstellung der Feuerwerkskörper unter schrecklichen Bedingungen. Bestimmungen, die den Umgang mit den gefährlichen und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen der Knaller und Raketen - wie Schwarzpulverregeln sollen, existieren häufig nicht oder werden missachtet. Die bei der Produktion von Feuerwerkskörpern eingesetzten Chemikalien führen in vielen Fällen zu massiven gesundheitlichen Schäden, wie chronischer Bronchitis, Tuberkulose und Missbildungen der Haut. Hinzu kommt das ständige Risiko von Feuer und Explosionen - nicht selten kommen ArbeiterInnen dabei ums Leben.
"Die Feuerwerksindustrie ist eine Industrie der Armen", so Reinhard Heiserer: "Zwar gibt es einige gesetzliche Regelungen, die die Produktion sicher machen sollen, doch kontrolliert werden oft nur die Exportbetriebe." Damit die Exportfirmen mit den gnadenlos niedrigen Preisen mithalten können lassen sie die Feuerwerkskörper zum größten Teil in Heimarbeit fertigen. Dort ist dann keine Kontrolle mehr möglich. Häufig sind auch Kinder an der Produktion beteiligt.
190 Millionen KinderarbeiterInnen weltweit
Im Jahr 2009 wurde die UN-Kinderrechtskonventionen 20 Jahre alt. Doch immer noch müssen Millionen Kinder – laut UCW sind mehr als 190 Millionen - weltweit arbeiten. Oft unter menschenverachtenden Bedingungen und zu Hungerlöhnen.
Gemeinsam mit seinen PartnerInnen, den Salesianern Don Boscos und Don Bosco Schwestern, kämpft Jugend Eine Welt in mehr als 130 Projekt-Ländern gegen ausbeuterische Kinderarbeit. In Schulen, Ausbildungs- und Straßenkinderzentren wird benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Alternative zum Leben auf der Straße und Kinderarbeit geboten. Getreu dem Motto „Bildung überwindet Armut“ bekommen die jungen Menschen die Chance einer Ausbildung und damit die Möglichkeit einer selbstbestimmten Zukunft.
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