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SOZIALES

Gel minimiert HIV-Risiko


Stuttgart (23.7.10): Zum ersten Mal gibt es eine wirkliche Hoffnung, dass Frauen ein Mittel in die Hand bekommen, um sich selbst vor einer HIV-Infektion schützen zu können.
Die südafrikanische CAPRISA Studie 004 zeigte sich erfolgreich, die Infektionsgefahr für Frauen um knapp 40 Prozent zu senken. Christliche Organisationen zeigen sich begeistert.

"So etwas hat es im wissenschaftlichen Bereich auf einer Internationalen Aidskonferenz noch selten gegeben - wir haben die Nachricht im überfüllten Auditorium mit anhaltendem Applaus gefeiert", sagt Astrid Berner-Rodoreda, HIV-Beraterin bei „Brot für die Welt“.

Am 3. Tag der Weltaidskonferenz wurde die Mikrobizidstudie des Centre for the AIDS Programme of Research in South Africa (CAPRISA) vorgestellt.

Das Gel, das Frauen bis zu 12 Stunden vor und nach dem Sexualverkehr in die Vagina einführen, reduziert das Infektionsrisiko zu fast 40 Prozent. Die Studie wurde mit knapp 900 HIV-negativen und sexuell aktiven Frauen durchgeführt, von denen die Hälfte das Tenofovir-Gel und die andere Hälfte ein Placebo bekamen. 38 Frauen, die das Mittel bekamen, infizierten sich während der Laufzeit der Studie; in der Placebohälfte infizierten sich 60 Frauen. Der Schutz, den das Gel bietet, muss nun noch in einer sehr viel größer angelegten Studie bestätigt werden.

Die Frauenbeauftragte des Christenrats von Swasiland, Agnes Mtetwa, ist begeistert: „Endlich haben wir ein Mittel in Aussicht, das Frauen selbst benutzen können.“ Bisher war einer der vielversprechendsten Ansätze, Frauen zu schützen, mehr Sensibilisierungsarbeit mit Männern durchzuführen, was eine eher sehr bescheidene Erfolgsquote aufwies.

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