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Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Die neue Webplattform GreenAction von Greenpeace

 

Greenpeace startet Aktionsplattform im Web


Hamburg (31.7.09): Am 1. August startet Greenpeace seine neue Internet-Community GreenAction. Auf der Mitmachplattform für Umweltkampagnen können Nutzer eigene Kampagnen anlegen, andere Umweltinteressierte dazu einladen und sich mit wenig Aufwand organisieren.
Volker Gaßner von Greenpeace über Mission und Ansatz von GreenActionausführlich: "Um Kampagnen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen zu gewinnen braucht Greenpeace in Zukunft noch mehr Menschen, die selbst aktiv werden und die auch andere zum Handeln bewegen. Als Umweltorganisation reicht es ja nicht aus zu informieren, wir müssen auch immer stärker mobilisieren. Dafür ist das Internet eine hervorragende Plattform. Und nur ein eigenes soziales Netzwerk garantiert, was uns bei unserer Arbeit wichtig ist: absolute Unabhängigkeit von Unternehmen, Werbefreiheit, die Einhaltung von Greenpeace-Werten wie Gewaltfreiheit und die Konzentration auf das Thema Umweltschutz. Wir glauben, dass wir so das Internet auch ein Stück politischer machen können."

Die Community ist als eine offene Plattform konzipiert. Sie soll allen Initiativen, Organisationen und Umweltaktiven zur Verfügung stehen, die sich vernetzen wollen, die Umweltkampagnen anderer unterstützen und eigene Kampagnen starten wollen. Damit soll in Zukunft Engagement aus dem gesamten Spektrum der Umweltbewegung an einem Ort sichtbar werden. GreenAction will so zu einem riesigen Pool von Kreativität und Mitmachideen werden, so der formulierte Anspruch.


Grundsätzlich soll GreenAction für jeden interessant sein, der für die Umwelt aktiv werden möchte. "Besonders sollen wir aber junge Menschen über die Community angesprochen werden.", führt Gaßner aus.

Ergänzt wird das Angebot u.a. durch schnelle Infos über einen Twitter-Auftritt und durch regionale Informationen von den Internetseiten der rund 90 Greenpeace-Gruppen in ganz Deutschland.

GreenAction startet mit rund 50 Kampagnen aus einem Dutzend Themenbereichen. Initiatoren der Mitmachaktionen sind beispielsweise der Club of Rome mit seiner DESERTEC-Initiative oder verschiedene Anti-Atom- und Klimaschutzinitiativen. Greenpeace hat unter anderem seine Kampagnen zu gentechnikfreier Milch und zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes eingestellt.

Im Beispielprojekt DESERTEC liegt aber auch eine Grundsatzproblematik verborgen, denn mehr und mehr NGOS monetarisieren ihre Zwecke in einem fast durchaus gewerblichen Sinne bzw. stehen in einem scharfen Spenderwettbewerb oder Unternehmen gründen NGOs resp. bedienen sich solcher, um Geschäftsmodelle voran zu treiben oder es werden grundsätzlich mit unternehmerischen Zwecken und Mitteln ökologische oder soziale Ziele verfolgt und realisiert wie beispielsweise Ethikfonds, Waldfonds oder andere Anlageprodukte und von Social Business schließlich ganz zu schweigen. Die Abgrenzung - keine Unternehmen - hier wird wohl nicht ganz trivial werden und man darf gespannt sein, wie Greenpeace dies lösen wird.

Die Online-Plattform basiert auf der Open-Source-Software Drupal. Die Inhalte sind nach dem Creative-Commons-Standard lizensiert. Mehrere hundert Nutzer haben sich in einer mehrmonatigen Testphase an der Entwicklung von GreenAction beteiligt.

Web >> www.greenaction.de


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