Die Hauptstadt Port-au-Prince ist verwüstet, die Infrastruktur vollkommen zusammengebrochen. Die Wasser- und Stromversorgung sowie die Kommunikation nach außen sind beinahe vollständig kollabiert. Von der Katastrophe überwältigte Überlebende suchen im Schutt der zerstörten Häuser und Schulen verzweifelt nach Überlebenden, selbst der Präsidentenpalast und das UNO-Hauptquartier sind eingestürzt.
Mittlerweile versuchen die USA die Sicherheit zu gewährleisten, jedoch nimmt die Gewalt zu wie auch Hilfsorganisationen zunehmend nicht mehr ihre Hilfsgüter in die Verteilung bringen können. Es wird auch Kritik am US-Militär laut, die die einzige Landebahn des Flughafens Ouvertoure für den Ausflug nur von US-Bürger de facto gesperrt hat. Dies wird zwar vom US-amerikanischen Außenministerium dementiert, doch die chaotische Zustände, wo das Faustrecht herrscht, lassen daran Zweifel aufkommen. So mussten jüngst zwei Hilfsflüge von der NGO "Ärzte ohne Grenzen" unverrichteter Dinge abdrehen und konnten ihr mobiles aufblasbares Notkrankenhaus nicht aufbauen.
Die ohnehin wenigen Krankenhäuser, die nicht selbst in Trümmern liegen, werden von der riesigen Zahl der Verletzten überschwemmt. Die genaue Zahl der Todesopfer ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu bestimmen, möglicherweise zehntausende Menschen haben ihr Leben verloren.
Viele, die wenig hatten, haben nun nichts.
Das Erdbeben in Haiti bildet zweifellos einen der schlimmsten humanitären Notfälle der letzten Jahre. Haiti ist das „Armenhaus“ Amerikas, durch das Erdbeben hat sich die ohnehin schwierige Situation für die Überlebenden noch einmal drastisch verschlimmert. Wie so oft leiden besonders jene unter der Katastrophe, die ohnehin schon in extremer Armut leben müssen. Die Hälfte der Bevölkerung Haitis muss mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen, die medizinische Versorgung und Infrastruktur sind ohnehin extrem mangelhaft und nun mit einer Katastrophe solchen Ausmaßes vollends überfordert. Das krisengeschüttelte Land wird in seiner Entwicklung um Jahre zurückgeworfen.
Internationale Hilfe ist dringend nötig
Die Volkshilfe ruft alle Österreicherinnen und Österreicher auf zur Mithilfe durch Spenden, damit die Hilfsmaßnahmen rasch intensiviert werden können. „Wir brauchen jede Unterstützung, um die Überlebenden, die inmitten von Trümmern stehen, mit dem Lebensnotwendigsten versorgen zu können.“, bittet Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer um Solidarität mit den Menschen auf Haiti. Mit den Spenden werden grundlegendste Hilfsgüter an die verzweifelten Bebenopfer verteilt: Wasser, Nahrung, Medizin, Zelte, Decken, Hygiene- und Kochutensilien sowie Werkzeug zur Beseitigung von Schutt.
Spendenkonto: PSK 1.740.400; BLZ 60.000; Kennwort „Haiti“
Weiter Organisationen, die in Haiti aktiv sind und um Spenden bitten:
Rotes Kreuz – Spendenkonto PSK 2.345.000; BLZ 60.000; Kennwort „Haiti“
World Vision – Spendenkonto PSK 90 890 000; BLZ 60.000; Kennwort „Erdbeben Haiti“
Ärzte ohne Grenzen – Spendenkonto PSK 930.40.950; BLZ 60.000; Kennwort „Notfall Fonds“







