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Donnerstag, 2. September 2010 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Christian Friesl, IV-Bereichsleiter Gesellschaftspolitik moderierte die erste Diskussionsveranstaltung des "future.forum". Bild: IV

 

IV startet mit iv.future gesellschaftspolitischen Diskurs


Wien (20.1.10): Um den laufenden Wandel sowie Brüchen unserer Gesellschaft zu begegnen, hat die Industriellenvereinigung (IV) die Initiative iv.future ins Leben gerufen. Den Auftakt machte am Montag das future.forum mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Social Investment.
Die Initiative iv.future ist ein Projekt der Industriellenvereinigung zur Analyse und Gestaltung wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Schlüsselthemen. Im Rahmen von iv.future sollen langfristige Trends analysiert werden, um Chancen für die Wirtschaft und Gesellschaft rechtzeitig zu nützen. Vor diesem Hintergrund bietet die Initiative iv.future Raum, sich mit Wandlungskräften und den Herausforderungen, die mit diesen einhergehen, auseinanderzusetzen.

Folgende drei Punkte sind die deklarierten Ziele von iv.future:

• Die Antizipation wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Themen zur Risikominimierung und Chancengenerierung
• Das frühzeitige Erkennen relevanter Entwicklungen
• Die Konzeption von Lösungsansätzen für Wirtschaft und Gesellschaft, die diese Entwicklungen berücksichtigen

Zur Realisierung dieser Ziele umfasst das Konzept iv.future drei wesentliche Bausteine:

• den Think-Tank future.lab,
• den future.monitor (beleuchtet demografischer und volkswirtschaftlicher Entwicklungen) und
• die Veranstaltungsreihe future.forum.

Dr. Christian Friesl, Bereichsleiter Gesellschaftspolitik: "Das future.forum wurde von der IV ins Leben gerufen um sich verstärkt mit Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. Es geht nicht so sehr um politische Positionen sondern vielmehr um Ideen."

Auftaktveranstaltung "Social Investment"

Erste Ideen und Möglichkeiten wurden zur Auftaktveranstaltung zum Thema "Social Investment - Frisches Geld für das Gute" am Montag, den 18. Januar, in der Industriellenvereinigung im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert. Dabei wurden den Fragen: Was konkret ist mit Social Investment gemeint und welche Beispiele gibt es? Was bedeutet das für die Rolle des Staat? Welche Rahmenbedingungen und Ressourcen braucht es für eine nachhaltige Positionierung von Social Investment in Österreich? nachgegangen.

Zu dem Thema diskutierten Monica Culen (Rote Nasen), Staatssekretär (StS) Dr. Reinhold Lopatka, Boris Marte (Erste Stiftung), Univ. Prof. Dr. Michael Mayer (WU Wien) sowie Felix Oldenburg (Ashoka Deutschland). Als Ergänzung zum Podium der Experten wurde ein kleines Podium mit Praktikern besetzt, mit dabei: Mag. Philip Bodzenta (Coca Cola), MMag. Michael Bubik (Evangelisches Hilfswerk) und Dr. Michael Fembek (Essl Privatstiftung) unter der Moderation von Christian Friesl (IV).

Die Diskussion fand im übervollen Urban-Raum der Industriellenvereingung statt. Wer zu spät kam, musste mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Der in Österreich noch in den Kinderschuhen steckende Bereich von Social Investment wurde durchaus kontrovers gesehen. Die Fragen, wer im Staat die Verantwortung über den Sozialbereich inne hat und welcher Sektor wie viel zu leisten vermag, wurden unterschiedlich beantwortet. Einig waren sich alle Diskutanten, dass das Modell des Social Investment auch in Österreich viele Chancen eröffnen würde.

Notwendig dazu sei vor allem ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung sozialer Investitionen, sowie der ganz persönliche Mut, sich soziale Lösungskompetenz auch zuzutrauen und gaben StS Lopatka den Wunsch nach steuerlichen Förderungen mit auf den Weg.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht im kommenden E-Journal für Nachhaltigkeit: Glocalist Review


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