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SOZIALES

Kostenlawine für NGOs


Bonn (30.6.10): Deutsche NGOs dürften auf Grund der neuen Mehrwertsteuerregelung für Briefe vor einer Kostenlawine stehen. Umstellung auf den Online-Bereich scheint nun unumgänglich.
Der Bundesrechnungshof hat schon der Tage klar gemacht, dass das Mehrwertsteuersystem in Deutschland chaotische Züge aufweist und nicht wirklich nachvollziehbar sei. Die jüngste Volte der FDP tut da ihr übriges, die nun die reduzierte Mehrwertsteuer für Hotels wieder rücknehmen möchte.

Nun warnen NGOs und der Deutsche Fundraisingverband vor einer drohenden Kostenlawine ab dem 1. Juli.

Denn die gesetzliche Neuregelung der Umsatzsteuer auf Produkte der
Deutschen Post wird ab 1.Juli für die Hilfsorganisationen und gemeinnützigen Einrichtungen in Deutschland eine Millionenbelastung mit sich bringen. Vor den dramatischen Konsequenzen warnt der Deutsche Fundraising Verband/Berlin.

"Wir fordern eine gesonderte Regelung für gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen in Deutschland", so Matthias Buntrock, Vorsitzender des Deutschen Fundraising Verbandes.

Denn die jetzt entstehenden Mehrkosten würden sich auf die konkrete Arbeit in den Inlands- und Auslandsprojekten vor Ort massiv auswirken und große Einschränkungen für die Hilfsarbeit bedeuten.

Eine Umfrage unter den Mitgliedern des Deutschen Fundraising Verbandes ergibt, dass allein für 2010 eine Mehrbelastung von mehreren hunderttausend Euro auf die Organisationen und Einrichtungen zukommt. „Hochgerechnet ergäbe sich daraus eine Belastung von mehreren Millionen Euro für den gemeinnützigen Bereich allein für 2010“, erläutert Dr. Thomas Röhr, Pressesprecher des Verbandes. Für 2011 und die Folgejahre falle die Belastung noch höher aus.

Es wird wohl kein Weg daran vorbeiführen, nun stärker auf Online zu setzen, was zudem einen geringeren Co2-Abdruck in der Regel aufweist.

Infos rund um das neue Porto und Kampagne > www.stopp-porto-steuer.de

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