Damit dürfte LIDL auf die anhaltende Kritik an seiner Mitarbeiterbehandlung und Entlohnung reagieren.
LIDL beschäftigt rund 50.000 Menschen in Deutschland und ist bisher in die Kritik gekommen eben wegen Billiglöhnen und Mitarbeiterbespitzelung. Ein Skandal, den dereinst STERN aufgedeckt hat (s.h. Bericht > bit.ly/cIiZzD ).
In einem Schreiben von Klaus Gehrig, Chef der Lidl-Muttergesellschaft Schwarz Unternehmenstreuhand, an den Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen Prof. Rudolf Hickel, schlägt LIDL einen Mindestlohn vor, wie von der Financial Times berichtet.
So heißt es im Schreiben: "Wir teilen Ihre Auffassung, dass im Einzelhandel unbedingt Mindestlöhne eingeführt werden müssen." Eine konkrete Zahl, wie hoch ein Branchen-Mindestlohn sein solle, nennt Gehrig jedoch nicht.
Entsprechend zurückhaltend äußert sich deshalb auch die für den Handel zuständige stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Margret Mönig-Raane: "Wenn Lidl die Ankündigung, sich für einen Branchenmindestlohn im Handel starkzumachen, ernst meint, ist das prinzipiell zu begrüßen."
Auf der Informationswebsite von CCC kann man lesen, dass es auch bei Lidl um die internationale Dimension gehe. "Die Untersuchungen der CCC zeigen, dass die meisten ArbeiterInnen, die in Betrieben arbeiten, welche für LIDL produzieren, noch nie von einem Verhaltenkodex gehört haben. Wenn Inspektoren die Betriebe besucht haben, wurden die ArbeiterInnen angehalten, falsche Angaben über die Verhältnisse in denen sie arbeiten zu machen. Wenn sie doch die Wahrheit über ihre Bezahlung, die maßlos langen Überstunden oder den unannehmbaren Zustand der sanitären Anlagen sagten, gingen sie das Risiko ein, ihre Arbeit zu verlieren. Es wird auch berichtet, dass ArbeiterInnen, die zu jung aussahen oder in der Tat zu jung waren um in einer Fabrik zu arbeiten, bei unangekündigten Kontrollen durch Inspektoren, in Toiletten versteckt wurden.", so CCC über Lidl.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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