Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Marktcheck: Alles was Flügel hat, kompensiert CO2


Berlin (9.8.10): Ein Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) zur Kompensation von Flugreisen ergab, dass nur drei spezialisierte Dienstleister die Emissionen von Flügen richtig berechnen und auf die Qualität der CO2-Ausgleichsprojekte achten.
Fluggesellschaften hingegen geben durchweg einen zu niedrigen CO2-Wert zur Kompensation an. Wer die CO2-Emissionen seines Urlaubs kompensieren möchte, sollte sich daher an die spezialisierten Kompensationsagenturen halten.

Für den Test wurden von Mai bis Juli 2010 die Internetportale von elf Fluggesellschaften, acht Kompensationsagenturen und vier Reiseveranstaltern vom Institut vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung (N.I.T.) untersucht.

Ausschlaggebend für eine positive Bewertung waren vor allem die Berechnung der CO2-Emissionen, und dass die Kompensationszahlungen in wirksame Klimaschutzprojekte fließen. Neben der Benutzerfreundlichkeit des Online-Angebots wurde ebenfalls untersucht, ob die geförderten Projekte wirklich sinnvoll für den Klimaschutz sind und wie gut die Unternehmen ihre Kunden über Kompensation und die Projekte informieren.

Nur drei Anbieter uneingeschränkt empfehlenswert

Demnach sind lediglich die spezialisierten Unternehmen Atmosfair, MyClimate und GoClimate uneingeschränkt empfehlenswert. Sie erfüllen alle Qualitätsstandards und unterstützen beispielsweise ausschließlich Projekte, die mit dem Gold Standard zertifiziert sind.

Der Gold Standard ist ein Qualitätsstandard für CO2-Kompensationsprojekte, der sicherstellt, dass die Projekte den derzeit höchsten Ansprüchen gemäß dem "Clean Development Mechanism" entsprechen. Da die Online-Reiseportale Opodo, Lastminute und Ebookers mit Atmosfair zusammenarbeiten, können sie hinsichtlich der Projektqualität ebenfalls empfohlen werden. Die Kompensationsangebote der Fluggesellschaften dagegen fielen bei den Tests durch.

Voraussetzung: Richtige Emissionsberechnung

Um eine angemessene Kompensation für eine Flugreise zu erreichen, ist eine realistische Berechnung der CO2-Emissionen Bedingung. Dazu gehören mindestens die Angabe der Flugdistanz, der Zwischenlandungen und des RFI-Faktors, der den erhöhten Treibhauseffekt durch die großen Flughöhen berücksichtigt.

Besonders auffallend war, dass viele der Fluggesellschaften diesen Faktor bei der Berechnung der Treibhausgase nicht berücksichtigten oder keine Auskunft dazu gaben. Insgesamt scheiterte fast jeder zehnte Kompensationsversuch, weil die Online-Rechner Verbindungen oder Flughäfen, darunter große Drehkreuze wie Frankfurt oder München, nicht kannten.

Benutzerfreundlichkeit des Online-Angebots

Auch bei der Benutzerfreundlichkeit des Angebots zeigen die Fluggesellschaften deutliche Mängel. Das Kompensationsangebot ist meist nicht in den Buchungsablauf integriert, sondern muss über einen separaten Kooperationspartner online aufgerufen werden. Bei den Reiseveranstaltern sind die Kompensationsangebote ebenfalls unzureichend eingebunden.


(Quelle: vzbv)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
>Honorarberatung muss gesetzlich geregelt werden
>Hunger ist ein Umverteilungsproblem
>Deutsche Bank: Nahrungsmittelspekulation und Hunger
>Umfrage: Wer kennt welches Bio-Siegel?
>Jetzt amtlich: Verbraucherpreise gestiegen
>Flucht aus privaten Krankenkassen
>Aus für FLP-Blumenprogramm
>Die Spendenmafia
>Pfändungssschutzkonten: Doppelt kassiert
>Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren
>UNICEF: Teilhabe der Eltern entscheidend für Kinder
>Wer E-Mobilität bejaht, kauft sich noch lange kein E-Auto
>Ein Jahr nach dem Dioxin Skandal
>Mehrwertsteuer neu in der EU?
>Schluss mit Inkasso-Kriminalität
>Korruptionsindex 2011
>Fortschrittsindex: Hurrah, wir sind vorne!
>Callcenter: Tariflosigkeit
>Umfrage: Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht
>Umfrage: 90% der Deutschen für scharfen Klimaschutz
>Riestern: Besser Sparstrumpf oder über 100 werden
>23 Millionen Deutsche arbeiten ehrenamtlich
>Offener Brief an Polizeipräsidentin Wuppertal
>Netzentgelt: Regierung gegen Bürger
>Umfrage: 2/3 der Deutschen lehnen Atommülltransporte ab
>Nutella-Etikett kann in die Irre führen
>Transparency klagt KBV
>Forsa-Umfrage: Mehrheit gegen Spekulation mit Nahrungsmittel
>foodwatch fordert Verkaufsverbot für Becel pro.activ
>Riester-Rente: Wackelt da was?
>2030 werden Alte um 60% mehr sein
>Verlorenes Jahrzehnt für Arbeitnehmer
>Österreich hat massives Rechtsextremismusproblem
>Soziales und Ökologisches zusammenbringen
>Steuer auf Spekulationsgeschäfte soll Armut lindern
>UN-Bericht: Arme werden ärmer
>Lebensmittel und "legale Täuschung"
>Gute Nachricht: Keine Abzocke mehr bei Anruf
>Telekom: Irreführende Werbung
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"