Die Gewinner des zwölften bundesweiten Wettbewerbs um den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2010 wurden heute Abend in Berlin ausgezeichnet. Der erste Preis (15.000 Euro) ging an die Bürgerstiftung Bad Essen in Niedersachsen. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Engagement für Familien mit Migrationshintergrund im ländlichen Raum. Die BürgerStiftung Hamburg wurde mit dem zweiten Preis (5.000 Euro) für ihren wegweisenden Stiftungsfonds „Hamburger Anker“ prämiert, der Hilfsprojekte für junge Familien in der Großstadt unterstützt. Im Mittelpunkt des bundesweiten Wettbewerbs für Bürgerstiftungen 2010 stand das Thema Familie. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ehrte mit ihrer Laudatio das beispielhafte Engagement der Bürgerstiftungen Bad Essen und Hamburg: „Beide Preisträger setzen auf Hilfe zur Selbsthilfe, beide fördern Eigeninitiative und Mitverantwortung und beide leben Gemeinsinn aktiv vor.“ Sie überreichte den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2010 Engagierten der Bürgerstiftungen gemeinsam mit Werner Böhnke, Vorsitzender des Kuratoriums Aktive Bürgerschaft und Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK, Uwe Fröhlich, Mitglied des Kuratoriums Aktive Bürgerschaft und Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), sowie Dr. Peter Hanker, Vorsitzender des Vorstands Aktive Bürgerschaft und Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen eG.
Werner Böhnke, Vorsitzender der Jury, betonte: „Mit der Auszeichnung der beiden Bürgerstiftungen wollen wir Ideen und Modelle fördern, die Eigeninitiative, Teilhabe und Mitverantwortung von Familien stärken, sich für ein familienfreundliches Umfeld einsetzen und so einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. Ihr Engagement sollte Schule machen!“ „Die ausgezeichneten Bürgerstiftungen füllen durch ihr Engagement den Begriff Bürgergesellschaft vorbildhaft mit Leben“, erklärte BVR-Präsident Uwe Fröhlich.
Dr. Peter Hanker unterstrich: „Die Erfolgsgeschichte der Bürgerstiftungen in Deutschland zeigt, was durch privates Engagement möglich ist: Noch Mitte der 1990er Jahre gab es in Deutschland keine Bürgerstiftungen. Heute sind es mehr als 257, die sich nachhaltig für soziale, kulturelle oder andere gemeinnützige Anliegen vor Ort engagieren – in einer Gemeinde, Stadt oder Region. Die weitere Stärkung bürgerschaftlichen und stifterischen Engagements ist eine wichtige gesellschaftspolitische Reformaufgabe.“
Im Rahmen des Festaktes diskutierten zudem in einer Podiumsrunde das Thema „Bürger und Familie – Wie Bürgerengagement Familien stärkt“ Holger Backhaus-Maul, Mitglied des Vorstands Aktive Bürgerschaft, Aynur Boldaz, Unternehmerin, Berlin, Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur Der Tagesspiegel, sowie Engagierte der ausgezeichneten Bürgerstiftungen. Susanne Daubner, Tagesschau, führte durch die Veranstaltung. Zu der Preisverleihung kamen mehr als 500 Gäste aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medien.
Die Aktive Bürgerschaft steht unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Seit 1998 verleiht die Aktive Bürgerschaft jährlich den Förderpreis an gemeinnützige Organisationen, die aktiv Verantwortung für das soziale und kulturelle Leben vor Ort übernehmen. Über die Vergabe des Förderpreises 2010 entschied eine unabhängige Jury, der dreizehn Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Nonprofit-Organisationen und Medien angehören.
(Quelle: Aktive Bürgerschaft)
Anzeige
Donnerstag, 9. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



SOZIALES
|
|
| << Zurück |
Kommentar
NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.







