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SOZIALES

Altes Siegel - Neues Siegel für Teppiche ohne Kinderarbeit

 

Neues Teppichsiegel gegen Kinderarbeit


Hannover (19.1.10): RugMark stellt das neue Siegel für Teppichproduktion ohne Kinderarbeit vor - GoodWeave™ .
Anknüpfend an 15 Jahre Kinderschutz und die Förderung ethischer Teppichproduktion stellt RugMark International auf der größten Messe für Teppiche – der Domotex in Hannover – das neue GoodWeave-Siegel vor. Das neue Siegel vereint die Zertifizierung von Teppichen ohne Kinderarbeit mit strengeren sozialen und ökologischen Standards.

Wie das RugMark-Siegel, steht GoodWeave für den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit und die Ausbildung und Rehabilitation geretteter Kinder aus den Teppichindustrien Indiens und Nepals. Während sich an der Hauptaufgabe somit nichts verändert, repräsentiert GoodWeave eine Weiterentwicklung des Konzepts durch zusätzliche Sozial- und Umweltstandards als Kriterien für die Zertifizierung.

Trotz Gesetzen gegen Kinderarbeit ist die Praxis in den Teppichindustrien Nepals und Indiens noch weit verbreitet. "Ausbeutung passiert häufig an Orten, an denen abhängig Beschäftigte keine Rechte haben; Umweltverschmutzung und Plünderung natürlicher Ressourcen passiert dort, wo die Menschen keine Infrastruktur oder Möglichkeiten besitzen, auf andere Weise ihr Leben zu gestalten," führt Nina Smith, Geschäftsführerin von RugMark USA, die grundsätzliche Problematik aus.

Im Jahr 2009 hat RugMark mit einer Gruppe von nepalesischen Teppichexporteuren zusammengearbeitet, um Arbeitsweisen und Webpraktiken mit Auswirkungen auf die Umwelt zu dokumentieren.

Dieter Overath, Geschäftsführer von GoodWeave Deutschland ergänzt: „Alle sind gegen Kinderarbeit, aber Verbote allein reichen nicht aus. Wir müssen umfangreiche Lösungsansätze erarbeiten und dabei ist GoodWeave ein hoffnungsvoller Ansatz.“

Internationale Zahlen und Fakten

Das neue GoodWeave-Siegel – ein stilisierter, goldener Teppichknoten auf blauem Grund – ersetzt das bisherige blau-rote RugMark-Siegel. Teppiche mit dem Siegel werden in Deutschland, den Benelux-Ländern, Großbritannien, Schweden, Schweiz, Italien, den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. In Deutschland sind sie im Versandhandel, Kaufhäusern sowie im spezialisierten Teppichhandel erhältlich. Goodweave wird von den Hilfsorganisationen Unicef, Anti-Slavery International, Brot für die Welt, Misereor und terre des homes unterstützt.

Seit Gründung von RugMark International (RMI) 1995 hat sich die Zahl von Kinderarbeitern in der Teppichindustrie von einer Million auf 250.000 verringert. GoodWeave soll zum Standard für die Teppichindustrie werden und damit die Kinderarbeit auf null reduzieren. Ausbildungsprogramme finanziert durch die Verkäufe zertifizierter Teppiche und Spenden sorgen dafür, dass ehemalige Kinderarbeiter versorgt werden, eine Schule besuchen und einen Beruf erlernen können.


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