Dies kann man als durchaus erfolgreiche Mobilisierung der Gewerkschaft betrachten. Anlass sind die bisher erfolglosen Verhandlungen um einen angemessenen Kollektivvertrag für die rund 80.000 Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich.
Dier Seite der Arbeitgeber wird durch die BAGS repräsentiert, was für "Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe" steht.
Der Vorsitzende Kaske von der Gewerkschaft vida zieht den größeren Bogen hin zur Bankenrettung, wo rasch Milliarden zur Verfügung standen: "Wo laufend Geld für die Rettung maroder Banken vorhanden sei, müsse es auch Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich geben", denn die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich sind 365 Tage rund um die Uhr im Einsatz. "Diese Leistung gibt es nicht zu Dumpingpreisen", so Kaske.
Bisher fanden zwischen GPA-djp/vida und der Arbeitgeberseite drei Verhandlungsrunden statt. Das Angebot der Arbeitgeber für die kollektivvertragliche Lohnerhöhung lag zuletzt bei 1,1 Prozent (mit einem Mindestbetrag von 22 Euro brutto). Für die Ist-Lohn/Gehaltserhöhung boten die Arbeitgeber gar nur 0,9 Prozent, was man eher als sehr bescheiden betrachten muss.
Der BAGS-Kollektivvertrag gilt für rund 80.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Dazu gehören ArbeitnehmerInnen in der mobilen Pflege und Betreuung, in Pensionistenwohnhäusern und Pflegeheimen, in der Betreuung von Menschen mit Behinderung und in der Kinder- und Jugendbetreuung. Auch für ArbeitnehmerInnen in sozioökonomischen Beschäftigungsbetrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten gilt der BAGS-KV.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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