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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Protest für bessere Bezahlung von sozialer Arbeit


Wien (19.1.10): Aktuell arbeiten rund 80.000 Menschen im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich. Vorige Woche fand eine Protestkundgebungen statt mit rund 8.000 Teilnehmer.
Dies kann man als durchaus erfolgreiche Mobilisierung der Gewerkschaft betrachten. Anlass sind die bisher erfolglosen Verhandlungen um einen angemessenen Kollektivvertrag für die rund 80.000 Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich.

Dier Seite der Arbeitgeber wird durch die BAGS repräsentiert, was für "Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe" steht.

Der Vorsitzende Kaske von der Gewerkschaft vida zieht den größeren Bogen hin zur Bankenrettung, wo rasch Milliarden zur Verfügung standen: "Wo laufend Geld für die Rettung maroder Banken vorhanden sei, müsse es auch Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich geben", denn die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich sind 365 Tage rund um die Uhr im Einsatz. "Diese Leistung gibt es nicht zu Dumpingpreisen", so Kaske.

Bisher fanden zwischen GPA-djp/vida und der Arbeitgeberseite drei Verhandlungsrunden statt. Das Angebot der Arbeitgeber für die kollektivvertragliche Lohnerhöhung lag zuletzt bei 1,1 Prozent (mit einem Mindestbetrag von 22 Euro brutto). Für die Ist-Lohn/Gehaltserhöhung boten die Arbeitgeber gar nur 0,9 Prozent, was man eher als sehr bescheiden betrachten muss.

Der BAGS-Kollektivvertrag gilt für rund 80.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Dazu gehören ArbeitnehmerInnen in der mobilen Pflege und Betreuung, in Pensionistenwohnhäusern und Pflegeheimen, in der Betreuung von Menschen mit Behinderung und in der Kinder- und Jugendbetreuung. Auch für ArbeitnehmerInnen in sozioökonomischen Beschäftigungsbetrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten gilt der BAGS-KV.

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