Die Arbeitslosenquote nach österreichischer Definition liegt bei 8,9 Prozent und war um 0,7 Prozentpunkte höher, wie das Arbeitsministerium heute bekanntgab. Nach Eurostat-Berechnung beträgt die Arbeitslosenquote in Österreich 5,4 Prozent. In der gesamten Eurozone liege die Arbeitslosigkeit bei rund 10 Prozentpunkten, der höchste seit seit 1998.
Um der steigenden Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken wurde auch 2010 das Budget für die aktive Arbeitsmarktpolitik des Arbeitsmarktservice (AMS) daher kräftig aufgestockt, von 1.005 Millionen Euro im Vorjahr auf insgesamt 1.220 Millionen Euro.
Damit verfügt das Arbeitsmarktservice Österreich über ein Rekordbudget für aktive Arbeitsmarktpolitik und hat 2010 ausreichend viel Budgetmittel zur Verfügung, um arbeitsuchenden Personen so viele Schulungen und Beschäftigungsmaßnahmen anbieten zu können wie noch nie, zeigt man sich im AMS optimistisch und kraftstrotzend.
Die hohe Arbeitslosigkeit von derzeit 323.651 Personen hänge neben der Wirtschaftskrise auch mit dem harten Winter zusammen, argumentiert man im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK). Denn hier sei vor allem der Bau betroffen.
Der Arbeitslosenverein "soned" bezweifelt diese Zahlen und führt aus: "380 000 arbeitslose Menschen, einschliesslich Schulungsteilnehmer, allerdings ohne Pensionsvorschussbezieher, Arbeitslose im Krankenstand, Arbeitslose mit Bezugssperre. Lehrstellensuchende und Übergangsgeldbezieher/innen. Wie auch die wegen PartnerInneneinkommen von der Notstandshilfe ausgeschlossenen! Aus dem Bezug geekelten! Wenn wir auch noch die Menschen ohne Unterstützungsanspruch und die nicht gemeldeten Personen dazu rechnen kommen wir auf ca. 800 000 arbeitslose Menschen!"
Im vergangenen Jahr habe man bereits stark auf Qualifikation gesetzt und man will auch erkennbare Erfolge erzielt haben, zeigt man sich im BMASK überzeugt. So konnten nach Angaben des AMS im vergangenen Jahr rund 580.000 Menschen wieder an einen Arbeitsplatz vermittelt werden.
"Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es besonders notwendig, das Angebot an Schulungen und Beschäftigungsprogrammen für Jobsuchende weiter aufzustocken", so das AMS. So wurde die Zahl der Schulungsteilnehmer bereits von 2008 auf 2009 um fast 27 Prozent auf durchschnittlich rund 64.100 Personen pro Monat erhöht. Im Jänner befanden sich 79.041 Menschen in Schulungsmaßnahmen.
Positiver Nebeneffekt für die Statistik: Arbeitslose in Schulungsmaßnahmen werden nicht der Arbeitslosenzahl hinzugerechnet. Sie stehen ja dem "Arbeitsmarkt" nicht zur Verfügung. |
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