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Donnerstag, 9. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

SOS-Kinderdörfer: 6 Millionen für Haiti


München (10.3.10): Mehr als sechs Millionen Euro Spenden für die Hilfe in Haiti haben die SOS-Kinderdörfer weltweit seit dem Erbeben am 12. Januar dieses Jahres in Deutschland gesammelt. Außerdem wurden fast 2.500 Nothilfepatenschaften vermittelt.
Dieses Ergebnis teilten die SOS-Kinderdörfer bei einem Pressegespräch in Berlin mit. Georg Willeit, SOS-Projektkoordinator, der gerade von seinem Einsatz in Haiti zurückgekehrt ist, präsentierte eine Zwischenbilanz der bisherigen Maßnahmen: "Es bewegt sich viel im Positiven. Die Nothilfe ist abgeschlossen, jetzt geht es darum, die Grundversorgung sicherzustellen. So können die SOS-Kinderdörfer täglich an 15.000 Kinder Essen ausgeben, mittelfristig sollen 40.000 Menschen erreicht werden. Aus den 88 lokalen SOS-Gemeinschaftszentren, die jeweils von sieben Ehrenamtlichen verantwortet werden, wächst Hilfe zur Selbsthilfe."

Im internationalen SOS-Hilfsteam in Haiti engagiert sich auch der Hamburger Louis Klamroth. Er berichtete den Anwesenden und seinem Vater, dem Schauspieler Peter Lohmeyer, live über Skype von seinen Aufgaben und Eindrücken. Der 20-Jährige ist seit vier Wochen im SOS-Kinderdorf Santo, koordiniert von dort aus mit den SOS-Mitarbeitern die Hilfsgüterverteilung sowie die Zusammenarbeit mit anderen NGOs und schreibt einen Blog über seinen Einsatz vor Ort (www.haiti-blog.de). Er hatte vorher drei Monate in den SOS-Kinderdörfern in Guatemala mitgearbeitet. "Das war eine gute Vorbereitung für Haiti", sagt Louis Klamroth.

Gleich an seinem ersten Tag hat er ein kleines Mädchen, das nur noch vier Kilo wog, ins Krankenhaus gefahren. "Ich nehme aber auch viele schöne Erlebnisse mit. Im Haus acht im SOS-Kinderdorf werde ich oft zum Essen eingeladen. Es ist beeindruckend, wenn eine Familie mit 30 Kindern einem immer noch einen Platz frei hält. Wenn wir in die Gemeinden fahren, tanzen und singen die Kinder", so Louis Klamroth. Seine Eltern waren anfangs besorgt. "Je mehr wir miteinander kommunizieren, desto mehr merken wir die große Verantwortung, die Louis trägt, und das macht uns auch stolz", sagt Vater Peter Lohmeyer.

(Quelle: SOS-Kinderdörfer)


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