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Strompreise steigen


Berlin (24.1.11): Bereits zwölf Millionen Haushalte sind von Erhöhungen im laufenden Jahr betroffen. Die Kosten sind bei rund 140 Versorgern gestiegen. Grund ist, dass die Bundesregierung die Netzgebühren erhöht hat, Konzerne aber von dieser befreit.
Nachdem die Strompreise in Deutschland zum Jahreswechsel bereits bei rund 140 Stromanbietern um 3,5 Prozent gestiegen sind, werden zahlreiche Versorger in den kommenden Wochen nachziehen.

Wie das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de in einer aktuellen Auswertung zur bundesweiten Strompreisentwicklung ermittelt hat, sind im Februar und März 2012 Preiserhöhungen bei mindestens 108 Unternehmen von durchschnittlich 3,4 Prozent geplant. Vereinzelt werden sogar bis zu 10,0 Prozent mehr für den Strombezug fällig.

„Von den bereits im Januar in Kraft getretenen und den anstehenden Preiserhöhungen sind bislang etwa zwölf Millionen Haushalte in Deutschland betroffen“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de.

So steigen die Preise im Februar und März unter anderem in Ballungszentren wie Duisburg, Frankfurt, Nürnberg, Dortmund, Wuppertal, Bielefeld und Gelsenkirchen. Daneben haben große Flächenversorger wie EWE und WEMAG in Norddeutschland sowie Süwag und ENTEGA im Süden und Südwesten der Republik entsprechende Preisveränderungen bekannt gegeben.

Im Rahmen der angekündigten Preiserhöhungen fallen für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom Mehrkosten von durchschnittlich 34 Euro, in der Spitze sogar von bis zu 91 Euro an.

Strompreisanstieg wird von verschiedenen Faktoren bestimmt

Als Hauptgründe für den Preisanstieg nennen die Konzerne unter anderem höhere Beschaffungskosten und gestiegene Netzentgelte für den Transport des Stroms zum Endkunden. Weiteren Einfluss auf die Preisgestaltung der Unternehmen habe zudem die neue Sonderkundenumlage zur Entlastung der stromintensiven Industrie, die hauptsächlich von Privat- und Gewerbekunden getragen werden muss. Für das Jahr 2012 beläuft sich die neue Umlage, deren genaue Höhe erst im Dezember 2011 endgültig festgelegt worden ist, auf 0,151 Cent/kWh (netto).

Kaum ins Gewicht fallen dürften dagegen die Änderungen bei der EEG-Umlage zur Förderung des Ausbaus der regenerativen Energien. Hier stiegen die Kosten für 2012 nur marginal von 3,53 auf 3,592 Cent/kWh. Allerdings kann es nach Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber bereits 2013 wieder erheblich teurer werden. Im Rahmen ihrer Mittelfristprognose gehen sie von einer weiteren Anhebung der EEG-Umlage auf ein Niveau zwischen 3,66 und 4,74 Cent/kWh aus.



(Quelle: toptarif)

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