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SOZIALES

Studie: Gesundheitsvorsorge in Betrieben mangelhaft


München (25.1.10): Deutsche Großunternehmen vernachlässigen soziale Nachhaltigkeit, sagt der TÜV SÜD in einer gemeinsam mit Handelsblatt und EUPD Research veröffentlichten Studie.
Die aktuell veröffentlichte Studie „Gesundheitsmanagement 2010“ von TÜV SÜD, Handelsblatt und EuPD Research zeigt: Nur knapp ein Drittel der Unternehmen kümmert sich systematisch um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter.

Die Studie untersucht den Status und die Verbreitung betrieblicher Gesundheitssysteme in Deutschland. Dafür wurden im Jahr 2009 durch EuPD Research die 1.000 umsatzstärksten deutschen Firmen befragt.

Nur ein knappes Drittel hat bereits ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert und kümmert sich damit nachhaltig um den Erhalt der Gesundheit, die Motivation und Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter.

Ein weiteres Drittel ist gerade mit dem Aufbau eines Gesundheitsmanagements beschäftigt und hält derzeit zumindest in Ansätzen betriebliche Gesundheitskonzepte für die Belegschaft bereit. Aufgrund der Finanzkrise haben viele Unternehmen allerdings begonnene Projekte vorerst wieder auf Eis gelegt.

Dabei wäre gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein derartiges Engagement besonders wichtig, um die Arbeitskraft und Motivation der Mitarbeiter zu erhalten, schließt die Studie. Dies wird auch von anderer Seite unterlegt: Vor kurzem hat der BKK Bundesverband den neuen BKK Gesundheitsreport 2009 ‚Gesundheit in Zeiten der Krise’ veröffentlicht. Die Ergebnisse des 33. BKK Gesundheitsreports belegen erneut den leichten, aber kontinuierlichen Anstieg der Krankenstände. Die gravierendsten Steigerungsraten weisen nach wie vor psychische Erkrankungen auf.

Und der Verlust für die Wirtschaft durch Krankheit ist enorm, wie das Statistische Bundesamt (destatis) in einer Studie ausführt: Der wirtschaftliche Schaden durch Krankheiten und Unfälle ist nicht zu unterschätzen: Im Jahr 2006 gingen dadurch am Arbeitsmarkt je Erwerbs- tätigem rund 37 Kalendertage verloren. Zusammen waren das rund 4 Millionen verlorene Erwerbstätigkeitsjahre.", so destatis.


Webtip Studie Download destatis > bit.ly/5RinrV

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