Das Public Privat Partnership (PPP) Projekt, das im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Juli gestartet wird will sowohl die schulische Infrastruktur als auch die Unterrichtsqualität in sechs Gemeinden des Landes verbessern.
Das Schulprojekt wird in sechs Gemeinden (Cobly, Djougou, Kerau, Koaundé, Materi und Pehonco) durchgeführt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und startet im Juli 2010. Dabei werden folgende Maßnahmen umgesetzt: Die Bereitstellung von mindestens 30.000 Schuluniformen und 10.000 Schulbüchern für Grundschüler,, der Aufbau von sechs neuen Schulgebäuden mit Modulen von je-weils drei Klassen, die Installation von Stromanschlüssen, bzw. Solarstrom in zehn Schulen um den Kindern ein Lernen bei guten Lichtverhältnissen zu ermöglichen, sowie die Errichtung und Ausstattung von zehn Schulkantinen, verbunden mit eigenen Gemüsegärten und Trinkwasserbrunnen zur optimalen Ernährung der Schüler und zur Vermittlung von ökologischen Grundwissen.
Wie wichtig funktionierende Schulprojekte, wenn sie auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, zeigt die aktuelle Studie von "Brot für die Welt": 200 Millionen Kinder arbeiten und weitgehend schlechten Arbeitsbedingungen und ohne Aussicht auf Bildung.
Weltweit müssen mehr als 200 Millionen Kinder hart arbeiten, um zu überleben. Daran erinnert das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni. "Millionen von Kinder arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Sie schuften auf dem Feld, arbeiten in Steinbrüchen oder Textilfabriken. Wir müssen weiter hart dafür kämpfen, dass sich diese Zustände so schnell wie möglich verbessern", sagt die Direktorin von "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die Vereinten Nationen sichern Kindern seit 1998 mit einer Kinderrechts-Konvention das Recht zu, vor Ausbeutung geschützt zu werden.
Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO müssen weltweit 215 Millionen Kinder arbeiten. Dabei ist das Ziel, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis zum Jahr 2016 zu beseitigen, nach eigenen Angaben in weite Ferne gerückt. Hintergrund ist die aktuelle Wirtschaftskrise: Sie wird nach UN-Angaben von immer mehr Staaten als Grund genutzt, um weitere Schritte im Kampf gegen Kinderarbeit zu verhindern. "Eine Welt frei von ausbeuterischer Kinderarbeit muss möglich sein. Die aktuelle Wirtschaftskrise darf hier nicht als billige Entschuldigung dienen", sagt Füllkrug-Weitzel.
Das Schulprojekt ist eine Ergänzung zu der im Jahr 2005 gegründeten Initiative „Cotton made in Africa“ (CmiA) der Stiftung Aid by Trade Foundation. CmiA gibt afrikanischen Baumwollbauern Hilfe zur Selbsthilfe bei der Produktion umwelt- und sozialverträglicherer und damit international wettbewerbsfähiger Qualitätsbaumwolle. Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, Erträge und Absatzchancen für afrikanische Baumwolle aus den Ländern Benin, Burkina Faso, Mosambik und Sambia nachhaltig zu verbessern und einen umweltverträglicheren Anbau zu unterstützen.
Tchibo ist dabei der größte Abnehmer von „Cotton made in Africa“ und unterstützt das Projekt seit 2008. Weit über drei Millionen T-Shirts, Tuniken und andere Textilien hat Tchibo bereits aus der Baumwolle Cotton made in Africa gefertigt (in 2009 waren es ca. 2,7 Mio. Teile).
Abschließend muss man aber kritisch anmerken, dass „Cotton made in Africa“ nicht auf ökologischen Anbau der Baumwolle setzt und es schreibt den Verzicht auf Pestizide und Düngemittel nicht zwingend fest.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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