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SOZIALES

Wertvolles Gut: sauberes Wasser. Bild UNICEF

 

Tödliches Risiko für Kinder - schmutziges Wasser


World (3.9.10): Anlässlich der internationalen Weltwasserwoche macht die UNICEF auf das hohe Risiko durch schmutziges Wasser für Kinder aufmerksam. Sie schätzt, dass jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder an den Folgen des Konsums sterben.
UNICEF schätzt, dass jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder an Krankheiten sterben, die auf verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind. Besonders bei Flutkatastrophen wie jetzt in Pakistan ist die Seuchengefahr durch verschmutztes Trinkwasser groß.
Nach Angaben von UNICEF steigt die Zahl der Durchfallerkrankungen in den pakistanischen Flutgebieten besorgniserregend an. Ursache dafür ist vor allem das durch Fäkalien und Tierkadaver verseuchte Wasser.

„Nach Flutkatastrophen ist verschmutztes Wasser die größte Gefahr für Kinder. Immer mehr Mädchen und Jungen im Notgebiet leiden an Durchfall, der vor allem für mangelernährte Kinder lebensbedrohlich ist“, sagte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland Christian Schneider. „Seit der vergangenen Woche stieg die Zahl der akuten Durchfallerkrankungen auf 500.000 Fälle an. Drei Millionen Kinder im Flutgebiet brauchen dringend sauberes Wasser, um das Risiko tödlicher Krankheiten einzudämmen.“

Weltweit haben nach Angaben von UNICEF 884 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser, darunter sind 125 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Noch gravierender ist der Mangel an sanitären Anlagen: 2,6 Milliarden Menschen leben ohne Latrinen oder hygienische Abwasserversorgung. Zur Weltwasserwoche, die jährlich vom Stockholmer Internationalen Wasserinstitut veranstaltet wird, kommen vom 5. bis 11. September internationale Experten und Entscheidungsträger zusammen. UNICEF leitet bei der Konferenz mehrere Seminare zu Themen wie sanitäre Versorgung in Schulen und globale Trinkwasserversorgung.

Neun Millionen Kinder leiden unter der Flut in Pakistan

In Pakistan ist die Zahl der Kinder, die unter den Folgen der Überschwemmungen leiden, auf neun Millionen gestiegen. Allein in den vergangenen zwei Tagen mussten in der südlichen Provinz Sindh weitere 400.000 Menschen vor den Überschwemmungen fliehen. Mehr als vier Millionen Patienten wurden im August in den Notgebieten medizinisch versorgt, weil sie an Durchfall, Hauterkrankungen, Atemwegsinfektionen oder Malaria leiden. Allein die Zahl der Durchfallerkrankungen stieg innerhalb einer Woche von 300.000 auf 500.000 Fälle an. UNICEF koordiniert federführend die Nothilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Ernährung und Kinderschutz.

Trinkwasser

UNICEF versorgt mehr als 2,2 Millionen Menschen täglich. Dazu sind landesweit 585 Tankwagen im Einsatz. 980 Wasserleitungen und Brunnen wurden wieder instand gesetzt. Mit Hilfe große Wasserbehälter werden allein in Sindh und Punjab täglich mehr als 250.000 Liter Trinkwasser bereitgestellt. Helfer haben bereits mehr als 2,1 Millionen Wasserreinigungstabletten verteilt - jede Tablette reinigt bis zu fünf Liter Wasser von gefährlichen Keimen. Mehr als 2.200 einfache Latrinen für 40.000 Menschen wurden in den Auffanglagern installiert.

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