An der Erhebung haben sich von August bis Dezember 2009 rund 10.000 Beschäftigte beteiligt.
38 Prozent aller Befragten gaben an, dass es ihrem Betrieb zum Befragungszeitpunkt schlechter ging als Anfang 2009. Am stärksten betroffen ist die Metallindustrie: Hier schätzten 65 Prozent der Beschäftigten die Lage ihres Betriebes schlechter ein. Ebenfalls stark betroffen war auch die chemische Industrie, wo es 43 Prozent der Betriebe schlechter ging,
Dies hatte auch Folgen für die Beschäftigung. 41 Prozent aller Befragten gaben an, dass in ihrem Betrieb die Beschäftigung zurückgegangen sei. Besonders betroffen war (und ist) die Metall- und Elektroindustrie mit 67 Prozent, die chemische Industrie mit 53 Prozent, der Finanzdienstleistungssektor mit 47 Prozent und das Gastgewerbe mit 45 Prozent.
In der Metallindustrie haben die krisenbetroffenen Betriebe nach Angaben der Beschäftigten besonders stark auf Kurzarbeit gesetzt: Fast drei Viertel (73 Prozent) haben von diesem Instrument Gebrauch gemacht. Fast ebenso häufig (71 Prozent) sind Leiharbeitnehmer/innen gekündigt worden und sehr oft (63 Prozent) wurden auch befristete Beschäftigte nicht weiter beschäftigt. Auch das Stammpersonal blieb nicht verschont: In gut einem Drittel der Betriebe (34 Prozent) gab es Kündigungen für diese Beschäftigtengruppe.
Die Krise wirkte sich auch auf die verschiedenen Einkommensbestandteile negativ aus: Jeder fünfte Beschäftigte in Krisenbetrieben gibt an, dass das Monatseinkommen gesunken sei. Das dürfte vor allem eine Folge der Kurzarbeit sein. Auch Sonderzahlungen (Ergebnisbeteiligung, Bonus) fielen geringer aus, sagen 23 Prozent der Beschäftigten. Das Weihnachtsgeld wurde bei 17 Prozent reduziert. Zulagen und Zuschläge verringerten sich bei 16 Prozent und weniger Urlaubsgeld erhielten 12 Prozent.
In der besonders krisenbetroffenen Metallindustrie sind Einschnitte noch häufiger: Rund ein Drittel (32 Prozent) der Beschäftigten dieser Branche beklagt ein gesunkenes Monatseinkommen. Auch Sonderzahlungen fallen bei 29 Prozent der Beschäftigten geringer aus. Zulagen und Zuschläge haben sich bei einem Viertel (24 Prozent) der Beschäftigten verringert, gefolgt vom Weihnachtsgeld (23 Prozent) und dem Urlaubsgeld (17 Prozent).
(Quelle: Hans-Böckler-Stiftung)
Anzeige
Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



SOZIALES
|
|
| << Zurück |
Kommentar
NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.







