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SOZIALES

Verbraucherrecht: EU begrenzt Kosten für Daten-Roaming


Brüssel (1.7.10): Telefonieren und besonders Datentransfer per Handy im Urlaub können auf Grund der Roaming-Gebühren sehr teuer kommen, wie auch jüngst der Chefredakteur von BILD erfahren musste. Die EU setzt nun eine Obergrenze mit 50 Euro ab 1. Juli.
Ab 1. Juli 2010 brauchen sich die Verbraucher keine Sorgen mehr über extrem hohe Telefonrechnungen zu machen, wenn sie auf Reisen innerhalb der EU mit ihrem Handy oder Notebook über ein Mobilfunknetz ins Internet gehen.

Die EU-Roamingvorschriften gilt für das Datenroaming ab 1. Juli 2010 und gibt automatisch eine Kostenobergrenze von 50 EUR zuzüglich MwSt. vor. Die Betreiber sind verpflichtet, dem Nutzer eine Warnung zu schicken, sobald er 80 % der Kostenobergrenze für das Datenroaming erreicht hat. Wenn die Obergrenze erreicht ist, muss der Betreiber die Mobilfunk-Internetverbindung unterbrechen, sofern der Kunde nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Nutzung von Datenroamingdiensten im betreffenden Monat fortsetzen möchte.

Außerdem sinkt die Preisobergrenze für Datenroaming auf der Vorleistungsebene von 1 EUR auf 80 Cent pro Megabyte. Der Höchstpreis für einen ausgehenden Roaminganruf wird von 43 Cent auf 39 Cent pro Minute (zzgl. MwSt.) gesenkt, und für einen eingehenden Anruf dürfen anstatt 19 Cent nur noch 15 Cent pro Minute (zzgl. MwSt.) verlangt werden. Die Preise für aus- und eingehende Anrufe auf Reisen innerhalb der EU werden somit um 73 % niedriger sein als noch im Jahr 2005, als die EU begann, gegen überhöhte Roamingtarife vorzugehen.

Hierzu sagte die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes: "Touristen und Geschäftsreisende, die mit ihrem Smartphone oder Laptop in einem anderen EU-Land im Internet surfen, brauchen nun keine Rechnungsschocks mehr zu fürchten. Außerdem senkt die EU die Kosten der Reisenden für Roaminganrufe. Ich bin entschlossen, für mehr Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt der EU zu sorgen."

Außerdem wird der Empfang von Voicemail-Benachrichtigungen im EU-Ausland kostenlos, für das Abhören ihrer Voicemail-Nachrichten werden die Verbraucher aber weiterhin bezahlen müssen. Der Höchstpreis für das Versenden von Textnachrichten bleibt bei 11 Cent pro SMS.

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