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VERMISCHTES

Die Idee eines Pride-Paares mit Bodypaintings in Regenbogenfarben wurde im Jahr 2006 geboren und geriet zu einem vollen Erfolg. Bild: HOSI Wien

 

40 Jahre Stonewall – 30 Jahre HOSI Wien


Wien (3.7.09): Es wird wieder bunt auf dem Wiener Ring. Morgen 14 Uhr startet die diesjährige Regenbogenparade mit einer Rekordzahl von Gruppen, freut sich die Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. Zu feiern gibt es zweie runder Jubiläen: 40 Jahre Stonewall und 30 Jahre HOSI Wien.

1996 zog die Parade erstmals um die Wiener Innenstadt, damals noch von Stadt und Medien ignoriert und vielfach lediglich als "Veranstaltung" tituliert. Das hat sich zum Glück geändert. Die Regenbogenparade hat sich seit dem nicht nur zum wichtigsten Event der Lesben-, Schwulen- und Transgender-Bewegung entwickelt, sondern auch zu einem bedeutenden Symbol für eine Kultur der Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung.

 

„Dieses Jahr hat sich eine Rekordzahl von Gruppen zur Teilnahme an der Regenbogenparade angemeldet“, gab heute Vormittag Jona Solomon, Obfrau der HOSI Wien, bekannt.

 

„Es ist dies die größte Beteiligung, seit 2003 die HOSI Wien die Paradenorganisation übernommen hat. Das freut uns auch deshalb ganz besonders, weil die Regenbogenparade am 4. Juli ganz im Zeichen zweier runder Jubiläen stehen wird.“

 

40 Jahre Stonewall – 30 Jahre HOSI Wien

 

„Jenes denkwürdige Ereignis, auf das die Gay-Pride-Paraden in aller Welt zurückgehen, der sogenannte Stonewall-Aufstand, jährt sich zum 40. Mal“, ergänzte HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. „Aus diesem Anlass hat US-Präsident Barack Obama den Juni 2009 auch offiziell zum lesbisch-schwulen und Transgender-Pride-Monat ausgerufen. Das zweite runde Jubiläum betrifft die HOSI Wien selbst: Österreichs 1. Lesben- und Schwulenverband feiert heuer seinen 30. Geburtstag.“

 

Britischer Botschafter unterstützt Parade

 

Grußworte und eine Unterstützungserklärung erhielt die HOSI Wien auch von Simon Smith, dem britischen Botschafter in Wien, der in einem Schreiben all jenen seine Unterstützung ausdrückte, „die sich an diesem Fest der Vielfalt beteiligen werden“. Smith betonte auch, dass es dabei nicht darum gehe, „für einen bestimmten Lebensstil einzutreten, sondern darum, Respekt vor den grundlegenden Menschenrechten zu fördern. Es geht um die Essenz unserer europäischen demokratischen Werte.“

 

Die Parade – Jubiläumswürdige „Celebration“

 

Bei der 14. Regenbogenparade am Samstag, den 4. Juli 2009, wird sich der bunte Demonstrationszug wieder vom Stadtpark aus gegen die Fahrtrichtung – andersrum – über die Ringstraße, vorbei an Urania, Schwedenplatz, Ringturm, Börse, Universität, Rathausplatz, Parlament und Oper bis zum Schwarzenbergplatz bewegen, wo bei freiem Zutritt die große Open-Air-Schlussveranstaltung gefeiert wird.

 

Angeführt wird die Parade auch heuer wieder von einem Pride-Girl- sowie einem Pride-Boy-Paar in auffälligem Regenbogen-Bodypainting, diesmal ausgeführt von Birgit Linke vom „Vienna Bodypainting Studio“.

 

Die DJs Sonic und Junior Sonic werden dem Publikum mit heißen House-Rhythmen einheizen. Live-Acts werden alle Richtungen der Unterhaltungsmusik abdecken: Den Fans rockiger Nummern wird sich My Sister’s Name is Frank, eine junge Rockband aus Ostösterreich, empfehlen. Rockig bis poppig werden sich Friek geben, die schon letztes Jahr auf der „Celebration“ für tolle Partystimmung sorgten. Die vier außergewöhnlichen StimmkünstlerInnen der A-capella-Gruppe gudrun begeisterten am heurigen Regenbogenball das Publikum dermaßen, dass sie auch für die „Celebration“ engagiert wurden.

 

Jazz, Pop und Chanson wird hingegen Valerie Sajdik quasi in Personalunion bieten. Die in Wien und Moskau aufgewachsene Künstlerin zeichnet sich durch Individualismus, Vielseitigkeit und eine großartige Stimme aus – die „schönste Stimme Österreichs“, wie immer wieder in den Medien zu lesen ist.

 

Ein weiterer Höhepunkt wird sicherlich der Auftritt von Lutricia McNeal sein. Die in Schweden lebende US-Sängerin, die etliche internationale Hits herausgebracht hat, wird das Paradenpublikum zweifellos in Jubiläumsstimmung versetzen. Moderiert wird die „Celebration“ einmal mehr von Miss Candy, Österreichs bekanntester Drag-Queen.

Nach der Celebration, die um 22 Uhr mit dem Donauwalzer endet, werden Wiens LSBT-Szene und ihre FreundInnen an verschiedenen Veranstaltungsorten bei der offiziellen Pride Night im Ostklub und im Brut (zwei Events, ein Eintritt) und in etlichen anderen Clubbings und Szenetreffs ausgiebig weiterfeiern.

 

Ausführliche Informationen zur 14. Regenbogenparade, zur „Celebration“ am Schwarzenbergplatz sowie über die Veranstaltungen danach finden sich unter

www.regenbogenparade.at.




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