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VERMISCHTES

 

Aktion Mensch: In 500 Sitzungen 2,8 Milliarden Euro verteilt


Mainz (19.1.10): Ja, das kann was. Mit der hauseigenen Lotterie konnte die Aktion Mensch-Förderung rund 2,8 Milliarden Euro für Sozialprojekte seit Bestehen vergeben. Und man muss es mal festhalten: Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation für Sozialprojekte.
Seit 1966 waren die Vertreter der Mitgliedsverbände 499-mal zusammengekommen, um über Förderanträge zu beraten und zu entscheiden, am 14. Januar fand die symbolische 500.te Sitzung in Mainz statt.

Markus Schächter, Intendant des ZDF und Aufsichtsratsvorsitzender der Aktion Mensch, fasst die Geschichte zusammen: "In nunmehr 500 Kuratoriumssitzungen haben wir rund 2,8 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Damit fördern wir junge Menschen, tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen, und sorgen so dafür, dass aus Integration schließlich Inklusion wird." Gesamt wurden mehr als 40.000 Projekte finanziell unterstützt.

Ein wenig Geschichte

Die erste Kuratoriumssitzung der Aktion Mensch fand am 3. März 1966 in Frankfurt am Main statt und erhielt den Namen "Aktion Sorgenkind", welchen man dann im Jahr 2000 in "Aktion Mensch" änderte.

Im März 66 berieten Vertreter von Arbeiterwohlfahrt, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Caritasverband, Diakonie, Deutschem Roten Kreuz und ZDF sowie von Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe erstmals über die Förderung von Projekten. Bewilligt wurden unter anderem heilpädagogische Einrichtungen, der Ausbau einer Förderschule, Spiel- und Arbeitsmaterial sowie ein Transporter für einen Sonderkindergarten.

Möglich machen dies jene rund fünf Millionen Menschen, die sich regelmäßig an der Aktion Mensch-Lotterie beteiligen. Aus deren Einnahmen wurden im Jahr 2009 soziale Projekte mit mehr als 175 Millionen Euro gefördert.

Da und dort kamen kritische Stimmen auf wie vom "Netzwerk 3", das ein gefördertes Projekt der Aktion Mensch monierte (> bit.ly/5jndHH ) oder andere sprechen gar von Zensur in der Debatte um die Sinnhaftigkeit von "Tafeln" (> bit.ly/86H0hR ). Ob es sich im letzteren Fall tatsächlich um Zensur gehandelt habe, kann man diskutieren. Jedenfalls sprechen lediglich zwei Anlaßfälle von Kritik für die breite Akzeptanz und Sinnhaftigkeit der geförderten Projekte von Aktion Mensch.

Seit Bestehen hat die Aktion Mensch auch zahlreiche gesellschaftspolitische Projekte angestossen wie beispielsweise "die gesellschafter", wo es um eine grundlegende Debatte über die künftige Entwicklung der Teilhabe in der Gesellschaft diskutiert wird.


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