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Mittwoch, 10. März 2010 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Auto: Der Vergleich könnte sicher machen


Berlin (1.2.10): Man geht einen Kühlschrank kaufen und kann relativ übersichtlich einen vergleich anstellen auf Grund der Vergleichskennzeichnung in Sachen Energie und Verbrauch. Dies wäre auch für Autos wünschenswert, sagt der Konsumentenverband vzbv.

Der vzbv tritt für eine Pkw-Vergleichskennzeichnung wie bei Kühlschränken ein, bei der Verbraucher auf einer Farbskala sofort erkennen können, in welche Verbrauchsklasse ein Pkw fällt. Großbritannien und Dänemark etwa wenden die Kennzeichnung bereits an und dort ist das Abendland nicht zusammengebrochen.

 

"Die Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, ob ihr Wunsch-Auto ein Spritsparer oder Spritfresser mit hoher Klimabelastung ist", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen und kritisierte das Zögern und Zaudern: "Seit Jahren diskutieren Bundesregierung und EU über die Angaben. Jetzt muss endlich eine einheitliche und verständliche Kennzeichnung kommen."

 

Und der Konsument scheint schon den Weg dorthin zu finden: Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden stellt einen Trend zu spritarmen Kleinwagen fest und schreibt zusammenfassend: Angesichts hoher Spritpreise kauften die privaten Haushalte im Jahr 2008 zunehmend sparsamere Dieselfahrzeuge und fuhren etwas weniger mit dem Auto als in den vorangegangenen Jahren. 2008 konnten so gegenüber dem Vorjahr 2,3% des Kraftstoffverbrauchs der privaten Haushalte eingespart werden. Gegenüber dem Jahr 2000 ging der Verbrauch sogar um 5,6% zurück.

 

Zum 27. Januar 2009 trat die sogenannte Umweltprämie - besser bekannt als "Abwrackprämie" - in Kraft. Wer sein über neun Jahre altes Auto verschrotten ließ, bekam beim Kauf eines Neuwagens 2.500 Euro dazu. Wegen der starken Nachfrage erhöhte die Bundesregierung die Fördersumme auf fünf Milliarden Euro. Sie war für zwei Millionen Anträge berechnet, am 3. November 2009 war der Fördertopf ausgeschöpft. Nun schleudern die Automarken mit nie gekannten Preisnachlässen von bis zu 45% bei Neuwagenankauf.

 

"Die Prämie hatte zwar einige positive Auswirkungen auf den Klimaschutz, weil ein Teil des älteren Fahrzeugbestands verschrottet und durch Kleinwagen mit geringerer Klimabelastung ersetzt wurden", sagte Gerd Billen. "Mit einer ökologischen Lenkungswirkung unter dem Motto 'fördern und fordern" hätte die CO2-Einsparung jedoch stärker ausfallen können. Jetzt muss die Politik endlich handeln und im Sinne der Verbraucher und fürs Klima eine verständliche Kennzeichnung für Neuwagen einführen."

 




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