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VERMISCHTES

Desertec: Vernetzungsprojekt gestartet


Köln (12.2.10): Das DESERTEC-Konzept sieht vor, dass Solarkraftwerke in Nordafrika und im Mittleren Osten Strom nachhaltig und kosteneffizient für die Region selbst und für Europa liefern.
Das internationale Projekt enerMENA (Energy in Middle East and North Africa) soll nun den Weg für die technische und sozioökonomische Umsetzung dieses Konzeptes ebnen. enerMENA startete am 10. Februar 2010 unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Almeria, Spanien.

enerMENA ist ein Unterstützungsprogramm beim Aufbau solarthermischer Kraftwerkstechnologie im Mittleren Osten und Nordafrika. Eines der wichtigsten Zielen ist es, alle Akteure, die beim Bau von solarthermischen Kraftwerken mitwirken, besser zu vernetzen. Forschungs- und Bildungseinrichtungen der Partnerländer sowie Kraftwerksbetreiber, Projektplaner und Entscheidungsträger sind nach DLR-Angaben beteiligt. enerMENA wird vom Bundesaußenministerium finanziert und vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Almeria geleitet.

enerMENA will die Etablierung von Solarkraftwerkstechnologien im Mittleren Osten und in Nordafrika vorantreiben und damit umweltfreundliche Energieumwandlungstechnologien in einer Region mit schnell wachsendem Stromverbrauch einführen. Neben der technischen Unterstützung beim Bau von Solarkraftwerken durch DLR-Wissenschaftler, ist die Schulung von Fachleuten aus Partnerländern ein wichtiges Anliegen von enerMENA. Lehrende an den Universitäten sollen dabei über solarthermischer Kraftwerkstechnologie informiert und mit Lehrmaterial versorgt werden. Als Multiplikatoren sollen sie Studierende über ihre Möglichkeiten informieren und dazu beitragen, dass der wachsende Bedarf an qualifizierten Fachkräften aus den Partnerländern selbst abgedeckt werden kann.

Unter der Leitung des Instituts für Technische Thermodynamik, Abteilung Solarforschung, fand am 9. Februar 2010 ein Expertenworkshop statt. Neben dem allgemeinen Informationsaustausch über laufende Projekte in der Region, wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen enerMENA und anderen Projekten in der Region vereinbart und Synergien geschaffen. Anwesend waren Vertreter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) aus Marokko, Tunesien und Ägypten, Experten der KfW-Bankengruppe, der Uni Kassel, des Solar Instituts Jülich sowie Vertreter der deutschen Kraftwerksindustrie und des Auswärtigen Amts.

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