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VERMISCHTES

Gesamtanalyse Philanthropie in der Schweiz


Basel (18.2.10): In der Schweiz werden pro Jahr rund 3 Mrd. Franken an Bar- und Sachmittel sowie 31 Mrd. Franken in Form von Freiwilligenarbeit gespendet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Centre for Philanthropy Studies der Universität Basel.
Die Studie «Philantropie in der Schweiz» des Centre of Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel untersuchte philanthropische Handlungen in der Schweiz mittels einer Sekundäranalyse bestehender Daten. Rechnet man diese auf die Schweizer Bevölkerung hoch, spenden Privatpersonen pro Jahr zusammen rund 1,6 Mrd. Franken, inklusive Erbschaften und Legate.

Dazu kommt das gemeinnützige Engagement von Unternehmen, das sich jährlich auf 800 Mio. bis 1 Mrd. Franken beläuft. Zusätzlich schütten die rund 12'000 gemeinnützigen Stiftungen pro Jahr zwischen 1 und 1,5 Mrd. Franken an wohltätige Organisationen oder Projekte aus.

Auf Grund von Überschneidungen ergibt sich ein Gesamtvolumen an Geldspenden von etwa 3 Mrd. Franken pro Jahr. Dabei handelt es sich um einen Mindestwert, da insbesondere die Sachspenden in den Berechnungen ungenügend berücksichtigt werden konnten.

Der Wert des freiwilligen Engagements durch Arbeit wird in der Schweiz auf gegen 31 Mrd. Franken geschätzt. Dies entspricht 700 bis 750 Mio. Stunden, in denen sich Personen in der Schweiz freiwillig für das Gemeinwohl einsetzen. Auch Unternehmen fördern das freiwillige Engagement ihrer Mitarbeiter durch Freistellungen oder flexible Arbeitszeiten, und zunehmend fliessen solche Programme in die Corporate-Social-Responsibility-Strategien der Schweizer Unternehmen ein.

Mit dieser Gesamtanalyse philanthropischer Handlungen von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen korrigiert die Studie das gängige Bild, wonach Philanthropie vorwiegend von reichen Menschen oder begüterten Stiftungen ausgeübt wird.

Vielfältige Motive

Die Studie analysiert auch die Motive, die philanthropische Handlungen auslösen. Man spricht hier von Motivbündeln, die verschiedene und auch sich widersprechende Elemente enthalten können. Je nach Akteur und Handlungsdimension sind diese Motivbündel unterschiedlich zusammengesetzt: Neben rein altruistischen Motiven können auch eigennützige Gründe für philanthropische Handlungen ausschlaggebend.

Topografie der philantropischen Infrastruktrur

In ihrer Studie haben die Basler Forscher auch eine Karte der philanthropischen Infrastruktur entwickelt. Sie umfasst alle Institutionen, die sich auf einer übergeordneten Ebene für die Förderung der Philanthropie einsetzen, zum Beispiel durch Forschung, Beratung, Freiwilligenvermittlung oder die Vergabe von Gütesiegeln.

Der gesamte Bericht steht auf der Website des Centre of Philanthropy Studies zum freien Download zur Verfügung >> ceps.unibas.ch/forschung/publikationen/

(Quelle: Centre for Philanthropy Studies)


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