Gegenüber dem Vorjahr hat sich damit die Zahl verfügbarer Versorger um über 50 Prozent erhöht.
Waren im Jahr 2008 noch durchschnittlich 25 Anbieter mit Ökostromtarifen pro Region aktiv, so kletterte die Zahl bereits zur Jahresmitte 2009 auf über 40. Grund für den anhaltenden Anstieg: "Immer mehr Unternehmen folgen dem zunehmenden Kundenwunsch nach grünen‘ Tarifen", erklärt Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de. Der neue Wettbewerb hat seine Ursache darin, dass zahlreiche konventionelle Wettbewerber ihre Angebotspalette erweitert haben und nun zusätzliche Ökostromprodukte anbieten.
Den größten Anstieg der Wettbewerbsdichte gibt es in den ostdeutschen Zentren Leipzig, Zwickau, Potsdam und Schwerin. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte die Anzahl verfügbarer Anbieter mit Ökostromprodukten in diesen Städten zwischen 76 und 83 Prozent. Die größte Auswahl haben Stromkunden aber nach wie vor in Baden-Württemberg. So sind in vielen Regionen im Südwesten der Bundesrepublik mehr als 75 Versorger mit Ökostromtarifen aktiv.
Wechsel zu Ökostromanbietern spart durchschnittlich 152 Euro
Neben dem zusätzlichen Umweltnutzen kann der Wechsel zu Ökostrom auch die Haushaltskasse erheblich entlasten. "Wie unser Preisvergleich für die 100 größten deutschen Städte zeigt, ist das Klischee öko gleich teuer‘ schon längst nicht mehr gültig", macht Bohg deutlich. Gerade Verbraucher, die noch nie ihren Anbieter gewechselt haben, besitzen ein hohes Sparpotential. So kann eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom im Mittel 16 Prozent bzw. 152 Euro sparen, wenn sie aus der örtlichen Grundversorgung zu einem günstigen Ökostromtarif mit Qualitätsnachweis* wechselt.
Selbst gegenüber den günstigsten Tarifen der örtlichen Versorger liegt das Sparpotential bei durchschnittlich 76 Euro. Nur in 4 von 100 Städten bieten die lokalen Versorger günstigere Produkte als die Ökostrom-Konkurrenz an.
Qualität des Ökostroms wichtig
Neben den Preisen sollten Stromkunden vor allem auf Zertifizierungen und Qualitätssiegel der angebotenen Tarife achten, die Auskunft über die Herkunft und den ökologischen Mehrwert des Produktes geben. "Leider gibt es bislang in Deutschland noch kein einheitliches Qualitätssiegel für Ökostromprodukte, an dem sich Verbraucher orientieren können", so Bohg. Etabliert haben sich mit dem "Grüner Strom Label", dem "ok-power Label" und dem Technischen Überwachungsverein (TÜV) vor allem 3 Label und Zertifizierungen mit unterschiedlichen Kriterienkatalogen. Als am strengsten und genauesten gelten das "Grüner Strom Label" und das "ok-power Label". Bei den Zertifizierungen des TÜV müssen Verbraucher auf die Unterschiede der einzelnen Siegel achten. So zertifiziert beispielsweise der TÜV SÜD nicht nach der gemeinsamen Basisrichtlinie, sondern nach vier eigenen Kriterienkatalogen.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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