Drei mittelständische Unternehmen wurden der Tage in Stuttgart mit dem "Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2010" ausgezeichnet: das Autohaus Gassert in Neckargemünd, das Holzhandelsunternehmen Holz-Hauff in Leingarten sowie die Geuder AG in Heidelberg.
Sie machten in ihrer Größenkategorie jeweils das Rennen unter fünf Unternehmen, die aus 252 eingegangenen Bewerbungen für den Preis nominiert wurden. Der Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ist damit bundesweit der teilnehmerstärkste Wettbewerb im Bereich des sozialen Engagements von Unternehmen. Unter dem Motto "Leistung - Engagement - Anerkennung" würdigt der Preis das freiwillige soziale Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen.
Den Mittelstandspreis verleiht die Caritas in Baden-Württemberg bereits zum vierten Mal gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Wissenschaftlich wird die Preisverleihung vom Institut für Social Marketing in Stuttgart begleitet.
"Die Preisträger leisten Unbezahlbares, wenn sie sich in ihrem geschäftlichen Alltag nicht nur dafür engagieren, dass ihr Unternehmen funktioniert, sondern sich darüber hinaus freiwillig für Menschen am Rande in unserer Gesellschaft, für ein liebens- und lebenswertes Miteinander in einem Gemeinwesen einsetzen", sagte Caritasdirektor Monsignore Wolfgang Tripp im Haus der Wirtschaft vor 400 Gästen.
Mit dem Preis wollten die Caritas und das Wirtschaftsministerium "Danke" sagen: "Als Caritas schätzen wir uns glücklich, Sie an unserer Seite zu wissen, wenn wir unser Ziel verfolgen, Solidarität in unserer Gesellschaft zu stiften", so Tripp.
"252 Projekte sind herausragende Beispiele dafür, dass die kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen. Sie zeigen, wie vielfältig das bürgerschaftliche Engagement unserer Unternehmen ist", erklärte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.
Gemeinsam mit dem Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst hat Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Schirmherrschaft für dieses Vorhaben übernommen. "Die Teilnehmer am Wettbewerb beweisen, dass unternehmerische Notwendigkeiten und gesellschaftliches Engagement keine Widersprüche sind, sondern im Gegenteil gut zueinander passen", so Richard Drautz.
In Vertretung von Bischof Gebhard Fürst würdigte Generalvikar Dr. Clemens Stroppel das gesellschaftliche Engagement, das nicht mit einem traditionellen Mäzenatentum zu vergleichen sei, bei dem die Rollen von Geber und Bittsteller klar verteilt seien. "Alle Bewerber des Mittelstandspreises greifen soziale Probleme auf und entwickeln neue, kreative Lösungen oft auch gemeinsam mit den betroffenen Menschen."
Richard Drautz sprach den 252 eingegangenen Bewerbungen seine Anerkennung aus. Deren Qualität und Vielfalt hätten die elfköpfige Jury vor die schwere Aufgabe gestellt, sich je Größenkategorie für einen Preisträger zu entscheiden. Sämtliche Projekte bewegen sich in den Themenfeldern Familie, Integration, Arbeit und Bildung bis hin zu Kultur und Sport.
Preisträger im Fokus
Preisträger der Kategorie bis 20 Mitarbeiter ist die Auto & Technik Gassert GmbH in Neckargemünd. Das Unternehmen unterstützt die Neckargemündener Tafel seit deren Gründung im September 2007. Gassert stellt beispielsweise ein Firmenauto samt Fahrer kostenlos zur Verfügung, damit regelmäßig Waren bei den Spendern eingesammelt werden können.
Der Sieger der Kategorie bis 150 Mitarbeiter, das Holzhandelsunternehmen Holz-Hauff GmbH aus Leingarten, engagiert sich für bedürftige Menschen in seiner Region. Kindergärten, Sportvereine und Schulen versorgt die Firma mit Holz für Spielgeräte oder Umkleidekabinen, bei Seniorennachmittagen packen die Mitarbeiter tatkräftig mit an.
Die Geuder AG aus Heidelberg ist Preisträger der dritten Kategorie bis 500 Mitarbeiter. Als führender Hersteller von augenchirurgischen Instrumenten und Gerätesystemen setzt sich das Unternehmen dafür ein, die vermeidbare Erblindung von Menschen zu verhindern. Projekte im In- und Ausland unterstützt Geuder durch Sachspenden sowie durch fachkundiges Personal, das für Einsätze in der so genannten Dritten Welt freigestellt wird.
(Quelle: Caritas)
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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